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Winter Der letzte Schnee Wintersonne Imbolc Lied
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Der letzte Schnee
Mitte Februar, Imbolg ist vorbei. Die Tage werden schon deutlich länger. Endlich ist es wieder wärmer!
Endlich zeigt die Sonne wieder ihre Kraft. Der Schnee schmilzt schnell. Mancherorts zu schnell. Wassermassen fluten die Straßen wie bei einem heftigen Regen.
Strahlender Sonnenschein, der Himmel blau mit etwas weiß. Das unendlich helle Weiß des Schnees mischt sich mit brauner Erde. Der Matsch unter meinen Füßen verheißt den Frühling.
Und doch weiß ich genau, das Er noch mal wieder kommen kann. Noch ist der Winter nicht ganz besiegt. Bald werden sie kommen und ihn austreiben. Bunte Gesichter, Rasseln, Schreien, laute Glocken.
Faschingstreiben... Doch wird er sich schon vertreiben lassen? Noch sind die Nächte kalt. Noch hat der Winterkönig seine Herrschaft nicht ganz aufgegeben.
Noch trotzen die Schneeberge in den Gärten der Sonne. Noch wartet das schon schmutzig gewordene Weiß, dass es noch mal zugedeckt wird.
Ich denke, Frau Holle wird ihre Betten noch einmal schütteln: Noch ist nicht die Zeit von Ostara und dem Einzug des Frühlings. (17.2.2006)
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Wintersonne
Es ist kalt. Bei jedem Schritt knirscht es unter meinen Füßen.
Die Rauhnächte sind noch nicht lange vorbei. Der Atem bildet Wolken und schlägt sich auf meinem Schal nieder.
Manche Bäume sind noch mit zartem Weiß bedeckt. Viele hat der Wind schon wieder vom Schnee befreit. Ich genieße jeden Schritt. Das Weiß wechselt mit dem dunklen Grau der Bäume
und geht über in endloses Blau. Ich schließe die Augen. Das helle Licht der Sonne auf dem Schnee blendet mich. Ich bin hingerissen von der Schönheit des Winters.
Ich bin beeindruckt, wie viel Licht die “Dunklen Tage” bringen können. Ich fange das Licht ein und lasse mich von der Sonne wärmen.
Ich betrete den Wald. Die Sonne leuchtet durch die Äste.
Die hängen gebliebenen Blätter des Herbstes leuchten wie diamantbesetztes Gold. Ich bin jenseits der Grenzen der Zeit. Dies ist nicht mehr die alltägliche Welt.
Ich wandere zwischen den Welten. Die Sonnenstrahlen zwischen den Bäumen erleuchten den sonst dunklen Wald. Jeder Ast, jeder Stein, jede kleinste Wölbung im Boden
ist klar und deutlich zu erkennen. Meine Gedanken sind klar und hell wie die Sonnenstrahlen zwischen den Bäumen. Und der Schnee knirscht bei jedem Schritt unter meinen Füßen.
Ein Reh, ganz nah. Sein Fell scheint durch die Sonne von innen heraus zu leuchten. Es flüchtet nicht, sondern beobachtet mich. Es heißt mich als Gast willkommen.
Ich spüre die Wesen um mich und sie wissen, dass ich da bin. Ich spüre die Kälte schon lange nicht mehr. Ich bin eingetaucht in den Zauber der Wintersonne.
Ich grüße die Bäume, jedes Wesen und jeden Sonnenstrahl auf meinem Weg. Ich folgte dem Gefühl und gehe immer der Nase nach. Die festen Wege habe ich längst verlassen.
Ich lasse mich vom glitzernden Schnee leiten. Tierspuren sind meine Wegweiser. Ich weiß, sie beobachten mich, die Wesen des Waldes. Immer noch knirscht Schnee unter den Füßen.
Und dann stehe ich mitten drin. Ich erwache wie aus einem Traum. Ich hatte sie wieder gefunden. Der quadratische Wall umgab mich. Unberührter Schnee, nur meine eigenen Spuren.
Lange war mein letzter Besuch her. Und doch jedes Stück vertraut. Ich stehe auf uralten Boden. Die Kraft des heiligen Platzes durchströmt mich. Ich verneige mich und grüße alte Bekannte.
Ich spüre die Kraft der alten Götter um mich und in mir. Leise halte ich Zwiesprache. Mit ihnen und vor allem mit mir selbst. Meine Gedanken sind klar durch die Kraft der alten Götter.
Es ist Zeit zu gehen. Ich wandere zurück über uralten Boden, erleuchtet von den Strahlen von der Wintersonne. Es ist kalt. Bei jedem Schritt knirscht es unter meinen Füßen.
Der Atem bildet Wolken und schlägt sich auf meinem Schal nieder. Ich verabschiede mich von der Sonne und danke den Geistern des Waldes für ihr Geleit. Die alten Götter haben mich erhört.
(Jasra, Obergangkofen, 17.2.2006) ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Imbolc Lied
Narren treibt den Winter aus Tage werden länger. Sonne kommt wieder heraus bald schon wird es heller.
Erste warme Tage gegen Eiseskälte. Sonne komm! Wir warten auf das erste Grün.
Lasst die Trommeln klingen, Rasseln lauter Schall.
Wilde Masken schlingen schnell des Winters Hall.
Natur sammelt schon Kräfte Sich der Kält` zu wehr`n. Bald schon schießen Säfte, Leben wird wieder kehr`n. |