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kurze Verse Die Geister des Waldes Die Krähe
Imamol – Iragon, alter Baum, guter Freund Die Nachtigall
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~Kurze Verse Blau Der Himmel Unendliche faszinierende Weite Ich möchte dort hinauf Fliegen Weiß Fell glänzt
Bewegung auf Samtpfoten Ein Räkeln in der Sonne Träumen Grün Unendlich alt Wie ein Freund Gibt Frieden und Geborgenheit Baum Grün
Blätter rauschen Wind wispert leise Vogelstimmen weisen den Weg Wald
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Die Geister des Waldes
Die Geister des Waldes Wesen zwischen Traum und Wirklichkeit. Manchmal ganz nah und doch nicht zu sehen. Und manchmal zeigen sie sich.
Aber nicht jeder kann sie sehen. Manche möchten sie sehen und können es nicht. Manche können sie sehen und wollen es nicht. Viele, die sie sehen können, freuen sich!
Manchmal ist es schwer, zwischen den Welten zu sein!
Die Geister des Waldes Wesen, so verschieden wie die Menschen. Und doch so ganz anders. Oder gar nicht so anders ? Grosse und kleine
Dicke und dünne Schöne und hässliche Mächtige und weniger mächtige Gute und böse ? … Nein! Gut und böse kennen sie nicht! Ein jeder nach seiner Art! Jeder ist so, wie er ist!
Das macht sie oft so geheimnisvoll. Das macht sie schwer zu verstehen.
Manchmal sind wir einfach zwischen den Welten.
Die Geister des Waldes Kleine Helfer, gute Freunde, mancher Schabernack,…
Ihre Bäume geben Kraft. Ihre Bäume geben Ruhe und Geborgenheit. Hier bist du Mutter Erde ganz nah! Du fühlst sie, Du siehst sie, Du riechst sie. Du gehst auf ihr und sie ist um Dich.
So ist der Kreislauf des Lebens.
Wie ist es, zwischen den Welten zu sein?
Die Geister des Waldes Kobolde, Feen, Dryaden, Elfen und noch viele mehr. Faszinierende Vielfalt, verträumte Schönheit.
Unter dem dichten Blätterdach die Hitze des Sommers vergessen… Ein einsamer Sonnenstrahl auf einer Lichtung im Morgennebel… Ein dunkler Tann… Ein kleiner Bach springt lustig über Steine…
So viele Bilder… So viele Träume… Oder doch kein Traum?
Wir sind Wanderer zwischen den Welten.
(Jasra, am 10.6.2003) ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Die Krähe
Schwarzes Gefieder glänzt in der Sonne.
Ganz nah steht sie vor mir. Zwei Schritte und ich könnte sie berühren...
Kleine dunkle Augen schauen mich an. Neugierig, ängstlich, wissend? Sie schaut mich an, als wolle sie sagen “Ja, ich weiß!” Dann kommt ein Fremder vorbei, sie fliegt weg. Aber sie ist nicht allein.
Viele glänzende Vögel spazieren über die winternasse Wiese. Genau hinsehen! Im Schwarz schimmert violett und blau! Wunderbare Krähe, faszinierendes Tier.
Sie sagt mir: “Der Winter ist noch nicht ganz vorbei.”
Schwarzes Gefieder glänzt in der Sonne.
Jedes mal, wenn ich sie betrachte, ist sie einfach nur schön.
Jedes mal, wenn ich ihren Ruf höre, denke ich: “Ja, ich bin da.” Jedes mal, wenn ich an sie denke, spüre ich ihre Kraft. Wenn ich auf Reisen gehe, ist sie immer da, auch wenn ich sie nicht sehe.
Ich bin selbst die Krähe. - Oder ist sie ein Teil von mir? Wir gehören zusammen. Sie ist die Krähe. - Ich bin die Krähe. Gemeinsam erheben wir uns in die Lüfte und sind frei.
Sie ist Weisheit, sie ist Kraft, sie ist Freiheit. Sie ist meine Magie. - Oder bin ich ihre? Sie ist mein Totem. Noch nie war ich mir dessen so sicher.
Schwarzes Gefieder glänzt in der Sonne...
(Jasra, Obergangkofen, 17.2.2006) ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Imamol – Iragon, alter Baum, guter Freund Raue Rinde Moos bewachsen stehst Du da im kalten Wind.
Zerrt ein Sturm an Deinen Zweigen, Regen fällt, die Zeit verrinnt.
Imamol – Iragon, alter Baum, guter Freund; Sing für mich die alten Lieder.
Zeige mir den Weg der Weisheit. Lehre mich, was viele Wesen heute nicht mehr sehen woll`n.
Leises wispern, dumpfes Knacken, diesmal ist`s der Frühlingswind.
Streicht ganz sanft durch Deine Zweige; Bist ganz alt, doch wie ein Kind.
Grünes Dach, ein kühler Schatten Bist Du in der Sonne Licht. Sprichst von längst vergangnem Wunder, doch so mancher hört Dich nicht. Dein dicker Stamm gibt Halt und Stärke. Deine Kraft fast Grenzenlos. Gerne sucht der Wandrer Ruhe,
schläft an Deiner Wurzeln Schoß. Hast geseh`n schon tausend Jahre, doch das Leben in Dir stark. Gibst es weiter immer wieder, jeden Samen, jeden Tag.
Deine Worte, Deine Lieder Sind ein Zauber und uralt.
Wie ein Weiser und ein Wächter Stehst Du da, im Firon Wald. ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Die Nachtigall
Sie singt mein Lied der Sehnsucht
Für mich singt sie von Freiheit Sie singt von der Schönheit der Welt Aber sie singt nicht nur für mich Sie singt für alle, die in der Stille der Nacht etwas suchen
Sie singt für die einsamen Träumer Sie singt für die, die noch zuhören können Ihr Gesang trifft mein Herz Ich glaube, sie will mir etwas sagen Noch kann ich es nicht verstehen
Sie singt ihr ganz besonderes Lied schon viele Nächte Diesmal nur für mich Ganz nah vor meinem Fenster Sie lässt mich die Mauern um mich vergessen Ich sehe Wälder, Felder, Wiesen
Alles liegt in tiefer Ruhe Und unter der Ruhe pulsiert das Leben Es schläft noch und wartet auf den Tag
(Jasra, am 25.5.2003) |