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Die Namensgebung
Danksagung
Material Personen
Ablauf Kreisformel Befragung der Eltern Zeugenaufruf und Benennung des Kindes
Aufruf der Gäste Segnung des Weines
Segnung des Kindes durch Gott und Göttin Der große Segen Ausgangsformel
Die Namensgebung ist eine Zeremonie, die in fast allen Kulturkreisen in verschiedensten Ausführungen zu finden ist. Das Grundprinzip dabei ist: Das Kind wird anerkannt. (Besonders vom
Vater, die Mutter hat es ausgetragen und weiß, das es ihr Kid ist.) Das Kind wird der Gesellschaft vorgestellt und in diese aufgenommen. Das Kind erhält seinen Namen und den Segen der Götter.
Hier
ist der Ablauf widergegeben, wie er zur Namensgebung unserer Tochter durchgeführt wurde. Ich habe den Ablauf allerdings etwas allgemeiner gestaltet, als ich ihn von unserer Priesterin bekommen hatte. Er soll allen
eine Anregung sein, die ihr Kind nach alten bzw. neu entdeckten Traditionen taufen lassen möchten. Der Ablauf hier ist speziell für uns und unsere Glaubensrichtung zugeschnitten gewesen. Die Wünsche der Eltern
sollten bei der Planung immer mit ein fließen. Für ein Asatru-Pärchen würde die Zeremonie sicherlich anders aussehen. Hoffendlich wird trotzdem jeder einige Anregungen finden.
Danksagung: An dieser Stelle möchte ich mich bei allen beteiligten ganz herzlich für die schöne Zeremonie bedanken!!! Besonders bei Aelda, die alles so gut geplant hat und das ich ihre
Planungsunterlagen verwenden durfte! Bei allen anderen, die das Ritual mit gestaltet haben! Bei Siggi, der mal wieder toll gekocht hat! Bei allen Gästen, das sie gekommen sind und für ihre Geschenke!
Bei Jürgen und Yvonne, das wir bei ihnen feiern durften!
Namensgebung für ...
Material: Kelch, Athame, Teller,
Wein, Brot (oder auch Kekse, Kuchen,...); Saft für Kinder Räucherschale, Räucherkohle, Löffel, Räucherung Schale für Wasser, Salz Altardecke, Windlichter eine Taufkerze (schön ist eine selber gestaltete)
Evtl. Feuerschale, Holz (wenn draußen ein Feuer gemacht werden kann) Altarschmuck Hier sind nur Anhaltspunkte gegeben. Je nach Richtung werden für Rituale unterschiedliche Dinge benutzt. Da muss sich
jeder selber überlegen, was er genau benötigt.
Personen:
Kreiswächter Priesterin Priester Evtl. Maiden
Die Eltern Wichtigste Person: das Kind! Auch hier ist es unterschiedlich, welche Personen das Ritual durchführen.
Es könnte auch ein Priester oder eine Priesterin allein machen. Natürlich ist ein Gode oder Druide auch möglich. In einigen Kulturen war es Aufgabe des Schamanen oder Stammesältesten, die Zeremonie durchzuführen.
Wenn die Eltern niemanden kennen, der die Zeremonie machen würde, könnten sie sie auch selber durchführen.
Ablauf: Die Priesterin bereitet Altar und Gelände vor. (Ggf. lässt
sie sich dabei helfen.) Die Gäste stellen sich im Kreis auf. Der Kreiswächter zieht den Kreis. Die Priesterin spricht die Kreisformel. Es folgt die Anrufung der Elemente:
Anrufung von Feuer und Luft (Räucherung). Reinigen des Kreises mit den Elementen Feuer und Luft. Anrufung von Wasser und Erde (Salz und Wasser)
Reinigen des Kreises mit den Elementen Wasser und Erde. Der Priester spricht die Einführung: “Es ist Frühling. Die Natur hat sich verjüngt und bringt neues Leben hervor. Im letzten Jahr brachte eine
von uns ein Kind zur Welt, das nun seinen Namen erhalten soll. Lasst nun die Eltern mit dem Kind in den Kreis eintreten.” Der Kreiswächter öffnet den Kreis für die Eltern mit dem Kind, diese treten vor
Priester und Priesterin. Eltern und Kind werden mit den Elementen gereinigt. Es folgt die Anrufung von Gott und Göttin. Der Priester befragt nun die Eltern nach Abstammung und Namen des Kindes.
Der Priester ruft Kreis und Götter zu Zeugen auf und benennt das Kind. Die Gäste im Kreis treten vor, sprechen ihre Segenswünsche für das Kind und übergeben eventuelle Geschenke. Priesterin und Priester
weihen den Wein. Priester und Priesterin segnen das Kind im Namen des Gottes und der Göttin. Die Priesterin erteilt dem Kind den großen Segen. Der Wein wird herumgereicht.
Verabschiedung der Götter und der Elemente. Öffnen des Kreises, Ausgangsformel.
Kreisformel: Der Kreis ist geschlossen. Wir sind zwischen den Welten,
jenseits der Grenzen der Zeit, wo Tag und Nacht, Geburt und Tod, Freude und Trauer eins sind. Seid willkommen!
Befragung der Eltern:
P: “Weswegen seid ihr in diesen Kreis gekommen?” E: “Um unser Kind vorzustellen und ihm einen Namen zu geben.” P: “Woher stammt diese Kind?”
M: “Ich habe dieses (diesen) Mädchen (Junge) geboren. Es ist ein Kind der Liebe.” V: “Ich erkenne dieses Kind als das meine an. Es ist ein Kind der Liebe.”
P: “Gehört und bezeugt, vor den Göttern und den Menschen. Wie soll das Kind genannt werden?” E: nennen Namen des Kindes. P: “Soll dieses Kind einen weiteren Namen erhalten? Denn wisset, ein Name ist
Macht, und wer ein Ding oder ein Wesen benennen kann, der kennt es und hat Macht darüber. Daher hat jedes Wesen einen geheimen Namen, der sein Innerstes beschreibt und nur wenigen bekannt ist.”
E: Nennung des geheimen Namens oder Verneinung
Zeugenaufruf und Benennung des Kindes: Priester: “So sei es. Ich rufe euch alle zu Zeugen auf. Ich rufe alle Kräfte und
Wesen zu Zeugen auf. Ich rufe die Götter zu Zeugen auf: Dieses Mädchen ist das Kind von .... Es trägt den Namen ... und soll ... genannt werden.”
Priesterin: “Im Namen aller Wesen und im Angesicht der Götter: Gehört und bezeugt.” Gäste: “Gehört und bezeugt.”
Aufruf der Gäste: “Wer dem Kind seinen Segen oder ein Geschenk geben möchte, trete nun vor.”
Segnung des Weines: Priester hält Kelch,
Priesterin zeichnet mit Ritualdoch Pentagramm in den Wein. Priesterin: “So wie der Kelch weiblich ist, so ist der Dolch männlich, und zusammen ergeben sie den Segen der Götter.”
Segnung des Kindes durch Gott und Göttin: Der Priester taucht den Finger in den Wein und zeichnet dem Kind damit das Zeichen des Gottes auf die Stirn.
Er spricht: “Ich segne Dich mit der Kraft der Sonne und des Tages.” Die Priesterin taucht den Finger in den Wein und zeichnet dem Kind damit das Zeichen der Göttin auf die Stirn.
Sie spricht: “Ich segne dich mit der Kraft des Mondes und der Nacht.” Er nimmt die Räucherschale und bläst dem Kind vorsichtig etwas Rauch ins Gesicht und spricht: “Ich segne dich mit Luft und Feuer. Möge die
Kraft der Elemente in dir sein und dich schützen.” Sie lässt dem Kind einen Tropfen Salzwasser auf die Lippen fallen und spricht: “ Ich segne dich mit Wasser und Erde. Möge die Kraft der Elemente in dir wachsen
und dich leiten.” Er küsst das Kind auf die Stirn und spricht: “Ich segne dich im Namen des Gottes. Möge er dich lieben, wie er die Göttin liebt.” Sie küsst das Kind auf die Stirn und spricht: “Ich segne dich
im Namen der Göttin. Möge sie dich halten und schützen, wo wir Menschen es nicht mehr vermögen.”
Der große Segen: Wir gaben dir die Luft, auf dass du denken kannst.
Wir gaben dir das Feuer, auf das du träumen kannst. Wir gaben dir das Wasser, auf das du fühlen kannst. Wir gaben dir die Erde, auf das du bist.
Wir gaben dir den Geist, auf das du mehr bist als die Summe deiner Teile. Die Kraft der Elemente sei in dir und verbinde dich mit allem, was ist. Im Namen von allem, was war, ist und sein wird:
Dein soll sein Lachen und Weinen, Furcht und Mut, Mitgefühl und Härte, Zorn und Einsicht, Entschlossenheit und Gerechtigkeit.
Schönheit sei in deiner Erscheinung, Weisheit in deiner Rede, Liebe sei deine Rüstung,
Wissen dein Schild Und Wahrheit dein Schwert. Aus all diesem bist du gemacht, all dieses gebe dir Kraft.
Mögest du Deinen Weg finden durch Dunkel und Licht. Mögen dich die Geister und Götter schützen und leiten.
Ausgangsformel:
“Der Kreis ist nun offen, doch ungebrochen. Merry meet, merry part, merry meet again.”
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