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...

Energieausgleich

Über das Geld
oder
Wie bezahle ich einen Schamanen?

Der angemessene Ausgleich von gegebener Energie und Arbeitszeit für eine schamanische Arbeit
zum Teil auch gern als Energieausgleich bezeichnet

Natürlich ist diese Abhandlung auch für jede andere Form der spirituellen Dienstleistung um zu setzten.

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historische Belege
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aktuelle Belege
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eine angemessene Bezahlung
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kostenlos arbeiten (- - -)
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Geschenke annehmen (+ -)
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auf Spendenbasis arbeiten (+ -)
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Tauschhandel (+ -)
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Der Staat finanziert mich – Harz 4 (+ -)
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Die spirituelle Welt sorgt für mich (- - - -)
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Die Arbeit gleicht sich irgendwann wieder aus (- - - )
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angemessene Festpreise (+ + +)
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Argumente für kostenlose schamanische Arbeit und deren Wiederlegung


Wider mal werde ich in ein Gespräch verwickelt. Ich werde danach gefragt, was ich so mache. „Ich bin Schamanin.“ sage ich. Ein skeptischer Blick meines Gegenüber verrät schon, was gleich kommt. „Schamane nenne sich viele. Ich habe gehört, echte Schamanen verlangen kein Geld, lassen sich nicht bezahlen, arbeiten völlig kostenlos.“ Ich reagiere genervt. Schon wieder so einer. Wer bitte setzt solche Gerüchte in die Welt? Menschen, die anderer Leute Arbeit für ihren Vorteil nutzen wollen, ohne selbst etwas dafür zu geben? Menschen, die es einfach nicht besser wissen?
Auch in fast allen Internetforen, in denen ich aktiv bin, hat es schon diverse Diskussionen zu dem Thema Bezahlung von spirituellen Dienstleistungen gegeben. Auch dort ist die Meinung reichlich vertreten, dass Menschen, die ernsthaft spirituelle arbeiten, alle ihre Arbeit verschenken müssen. Auch viele Behauptungen, dass Schamanen und Heiler schon früher, in den alten Traditionen, umsonst gearbeitet haben, höre ich sehr oft.
Mir reicht es endgültig! Ich widme diesem Thema jetzt einen Artikel auf meiner Homepage.
Ich möchte hier darlegen, dass sowohl früher als auch heute in den alten schamanisch orientierten Kulturen eine Bezahlung in vielfältiger Weise sehr wohl üblich war und ist.
Nicht überall werden sie Schamanen genannt. Sie sind Heiler, Medizinmänner, Weise Frauen, Zauberkundige, Hexen, Druiden, ... doch das was sie tun oder getan haben, ist überall ähnlich. Sie sind ausgebildet und berufen, als Mittler zwischen der spirituellen und der alltäglichen Welt zu dienen. Doch dies müssen sie nicht umsonst tun. Sie dürfen oder besser müssen, wie jede andere Berufsgruppe auch, ein angemessene Bezahlung für ihre Tätigkeit bekommen.

Ich habe selbst in einem Forum mal sehr zynisch geschrieben:
“Muss man als perfekter berufener Schamane mit 3 Stunden schlaf am Tag auskommen und dann trotzdem noch vor Energie strotzen? Und muss man mit einer spielenden Leichtigkeit 4 Jobs gleichzeitig machen können (Kind, Haushalt, normalen Job und schamanisieren)? Weil wenn man das nicht kann, kann man ja auch kein berufener Schamane sein. ???“
Wenn ich amnche Leute so reden höre oder im Internet schreiben sehe, habe ich manchmal tatsächlich das Gefühl, das genau das von einer “echten” Schamanin erwartet wird. Nur kenne ich wirklich absolut keinen (und ich kenne viele) der das wirklich kann.


historische Belege

Ich bin bei meiner Recherche auf ein sehr interessantes Buch gestoßen:
"Die Medicin der Naturvölker. Ethnologische Beiträge zur Urgeschichte der Medicin" von Max (Maximilian) Bartels.
Da es 1893 erschienen ist, sind Urheberrechte inzwischen abgelaufen. Daher ist es auch mit seinem vollständigen Text im Internet zu finden:
http://www.archive.org/stream/diemedicinderna01bartgoog/diemedicinderna01bartgoog_djvu.txt
Unter folgendem Link sind die Seiten des Buches als Bilder zu finden:
http://www.archive.org/stream/diemedicinderna01bartgoog#page/n3/mode/2up
Das Buch stammt aus der Sammlung der Harvard University. Darum bin ich sicher, dass es eine wissenschaftlichen Anspruch nach den damaligen Erkenntnissen für sich beanspruchen darf. Ich bitte beim lesen der Zitate zu bedenken, dass viele Ausdrucksweisen nach heutigem Stand nicht politisch korrekt sind und zum Teil ausländerfeindlich wirken. Um 1893 sind solche Ausdrucksweisen allerdings üblich gewesen. Ich möchte den Originaltext möglichst genau wieder geben. Ich habe zugunsten einer besseren Lesbarkeit nur einige Änderungen im Bezug auf die Rechtschreibung vorgenommen.

S.47: „Priester gib es nicht, wohl aber Zauberer, welche Beschwörungen machen, Zaubereien verrichten und Krankheiten heilen.“
S.48:  „III Die Aerzte
Die Krankheiten werden, wie wir oben ausführlich erörtert haben, überwiegend als veranlasst durch Überirdische Wesen angesehen. Es ist in Folge dessen ganz naturgemäß und logisch, dass man Hilfe und Heilung in Krankheitsfällen nur von solchen Menschen zu erwarten berechtigt ist, welche in den Besitz von Übernatürlichen Kräften gelangt sind, welche im Stande sind, mit den entsprechenden Geistern, seine es nun Gottheiten, Ahnengeister oder Dämonen, in unmittelbaren Verkehr zu treten, ihren Willen und ihre Absichten zu erforschen, ihren Zorn zu besänftigen und ihren Unwillen zu versöhnen, oder auch sie zu bannen, sie zu verjagen und ihrer Herr zu werden. ...
   So erklärt es sich in einfacher Weise, dass wir bei den Naturvölkern außerordentlich häufig die ärztlichen und die priesterlichen Funktionen in den selben Händen sehen. Es ist der Arzt, der die priesterlichen Verrichtungen übernimmt, oder der Priester, welcher die Krankheiten heilt; ... Und der Arzt und Priester, der sie hierzu veranlasst, wird auf diese Weise gleichzeitig auch zum Zauberer. Und zum Seher und Wahrsager wird er, wenn ihm die Geister die Zukunft offenbaren, ihm die Jagdgründe anzeigt, wo dem hungernden Volk sich reiche Nahrung bietet, ...“
S.49: „Zwei Ausdrücke sind es namentlich, mit welchen wir die Träger dieser verschiedenartigen Funktionen bezeichnet finden. Das eine mal werden sie Schamanen genannt, das andere Mal Medizin-Männer. Der erstere Ausdruck entstammt den nordasiatischen Völkerschaften, der letztere ist bekannter Massen den nordamerikanischen Indianern entnommen, welche mir dem französischen Wort médecine alles bezeichneten, was von ihnen als unbegreiflich angesehen wurde.
Diese Zitate weisen deutlich darauf hin, dass im folgenden Text, wenn von Ärzten geschrieben wird, eigentlich Schamanen, Heiler und Medizinmänner gemeint sind.

S.49:  „20. Die soziale Stellung der Medicin-Männer
Entsprechend den in das öffentliche Leben und private Leben tief eingebundenen Verpflichtungen, welche ihren Händen anvertraut sind, ist die Stellung der Madicin-Männer im Allgemeinen eine besondere, bevorzugte und angesehene. ...
Sie finden bei den Zulu, wenn sie auf der Wanderung sind, überall eine gute Aufnahme, sie werden bei den Dacota-Indianern stets mit der grössten Ehrfurcht behandelt und mit den besten Dingen versehen, sie sind bei den Ipurina-Indiannern und bei den Australnegern von Victoria die einflussreichsten Personen des Stammes. ...“

S.56 ff:   „28. Aerztliche Honorare.
Es wird gewiss nicht ohne Interesse sein, auch über die Honorarverhältnisse dieser wilden Kollegen, sowie über ihre Vermögenslage einiges in Erfahrung zu bringen. Wir haben bei den Australnegern in Victoria bereits gesehen, dass die Medicin-Männer sich nicht bei den Arbeiten ihres Stammes beteiligen. Sie benutzen vielmehr in geschickter Weise die abergläubische Furcht ihrer Stammesgenossen und lassen sich durch deren Gaben und Geschenke erhalten. Das kann man aber eigentlich nicht auffassen als ein ärztliches Honorar. Ein solches müsste doch immerhin für direkte, ärztliche Hilfsleistungen gegeben worden sein. Solche unregelmäßige Gaben müssen wir aber allerdings ebenfalls dem Einkommen der Medicin-Männer hinzurechnen. Die australischen Aerzte erhalten übrigens auch noch besondere Geschenke bei der Behandlung von Krankheiten. Bei der Honorarfrage treffen wir vielfach den Grundsatz, dass überhaupt nur dann bezahlt wird, wenn die ärztliche Behandlung von Erfolg gekrönt war. Das ist z. B. der Fall bei den Zulu, bei den Annamiten, bei den Koniagas in Nordwest-Amerika und bei den Creek-Indianern. Auf den Aaru-Inseln und in Alaska muss ein vorausbezahlter Preis wieder zurück gezahlt werden, wenn der Kranke nicht am Leben bleibt.
   Bei den Isthmus-Indianern richtet sich der Preis der Behandlung je nach der Schwere des Krankheitsfalles. Die alten Mayas brachten ihren Aerzten bereits Geschenke, wenn sie sie zum Kranken riefen. Auch bei den Creek-Indianern sind Geschenke gebräuchlich, und wenn der Arzt die Behandlung fortsetzen soll, so müssen dieselben täglich wiederholt werden. Als ganz besonders erwünschte Gabe wird hier ein Hund als Opfertier betrachtet Außerdem erhält er aber als Honorar eine reichliche Gabe an Häuten und Vieh. Die Dacota-Indianer pflegen ihren Arzt freigebig vorauszubezahlen. Die Medicin-Männer der Natal-Kaffern haben den Gebrauch, wohl gewitzigt dadurch, dass es Sitte ist, nur zu bezahlen, wenn der Kranke geheilt wurde, sich eine Summe von zehn Schilling im Voraus geben zu lassen unter dem Verwände, dass sie hierfür Medicin kaufen müssten. Für die vollendete Kur erhalten sie ausserdem noch einen Ochsen. Auch bei den Aerzten der Perser wird gegen die Empfangnahme des Rezeptes sogleich das ärztliche Honorar entrichtet.
   In Liberia ist die Hilfe des Arztes billig, aber es müssen allerlei Opfergaben gegeben werden, welche teils vergraben, teils im Flusse versenkt werden müssen; einen Teil derselben aber muss der Patient dem Arzte übergeben, damit sie „verkauft" würden. Diese behält der Arzt dann für sich. Reis und ein weißes Huhn spielen dabei eine große Rolle. Billig ist auch der malayische Arzt in Sumatra, der für wenige Scheidemünze seine Kunst zum Besten gibt. Etwas teurer wird schon die Sache auf der Insel Keisar, wo dem Medicin-Manne die Hälfte des Opfertieres zukommt. Gewöhnlich ist ein Schaf für- das Opfer ausersehen. Bei den Betschuanen und bei den Xosa-Kaffern wird von dem Arzte bald eine Ziege, bald ein oder mehrere Ochsen als Opfertier gefordert, an denen er natürlicher Weise einen hervorragenden Anteil hat. Holub sagt von den Betschuanen, dass der Medicin-Mann fleißig schweißtreibende Mittel verordnet. Er weist dabei den Kranken an, „sich in seinen besten Kaross (Fellmantel) oder in eine gekaufte Wolldecke zu hüllen; und nachdem das Mittel seine Schuldigkeit getan hat, erscheint der Doktor, um den Kaross oder die Decke mit dem Schweiße, dem transpirierten Krankheitsstoff „einzugraben", d. h. sie in Besitz zu nehmen, während der Kranke froh ist, den Grund seines Übels aus dem Hause entfernt zu wissen. Der Patient würde es nie wagen, dieselbe zurückzufordern, sollte er auch nach seiner Genesung die Frau Doktorin mit seinem Schakalmantel in den Strassen des Dorfes herumstolzieren sehen."
   Der Baksa der Kirgisen erhält als Lohn die besten Stücke vom Opfermahle und das Fell des geschlachteten Tieres. Reiche Leute geben aber noch Extra Geschenke, ein lebendes Schaf oder einen neuen Rock.
   In Annam wird das ärztliche Honorar vorher ausbedungen. Die Cur ist nicht unter 20 Piaster, und reiche Leute pflegen noch viel mehr zu bezahlen und den Arzt außerdem noch mit Kleidern zu beschenken. Zu den für die Heilung notwendigen Opferzeremonien sind bestimmte Tücher erforderlich, welche dem Medicin-Manne und seinem Gehilfen verbleiben. Für den Ersteren sind sie rot, für den Letzteren weiß. Sie dürfen zu irgend welchen häuslichen Zwecken benutzt werden, aber Hosen darf sich der Arzt nicht daraus fertigen lassen: das wäre eine Unehrerbietung gegen die Geister.
   Über die Honorare der Aerzte in Siam berichtet Bastian nach einem siamesischen Manuskript: „Nach ärztlicher Taxe muss der aus einer Krankheit genesene Patient den Reis der Satisfaktion gehen, und an Geld für die Kosten der Arzeneien zwei Bath (Tikal) zahlen, sowie sechs Salüng zur „Sühne". Außerdem wird eine Schüssel mit Konfekt und ein Schweinskopf zugefügt"
Die Aerzte des Königs erhalten je nach ihrem Range einmal im Jahre das Gehalt in Kauris zugemessen und zwar der Vornehmste fünf Pfund (400 Tikal), die Nächsten drei Pfund „und so im Verhältnis abwärts bis zu fünf Tamlüng (20 Tikal)."
   Über die älteren Zeiteu in Japan erhalten wir durch
Wernich folgenden Bericht: „Gesetzlich war der Arzt ganz rechtlos; er durfte kein Honorar fordern, sondern er war ganz auf die Großmut der Kranken angewiesen, die ihr „Geschenk“, wie es noch bis in die Jetztzeit heißt, willkürlich bemessen durften. Der 32. Abschnitt aus den hundert Gesetzen des Iye-Yasu, des Gründers der letzten Siogun-Dynastie, spricht sich darüber aus, wie folgt: ,,Weil die Menschen dieser Welt nicht von Krankheiten frei sein können, haben die Weisen des Altertums voll Mitleid die Heilkunde geschaffen. Wenn deren Jünger nun auch die Krankheiten geschickt heilen und Erfolge haben, so dürft ihr ihnen doch keine großen Einkünfte verleihen, denn sie würden im Besitze derselben notwendiger Weise ihren Beruf vernachlässigen. Ihr sollt ihnen aber, so oft sie eine Cur gemacht haben, eine der Größe ihres Erfolges entsprechende Belohnung geben.''
   ,,Das dürftige Honorar ist etwa das zwei- bis vierfache des Medikamentenpreises, der dem Arzte ebenfalls erstattet wurde; für Beides aber hatte er sich höflich zu bedanken. Es galt für unanständig, das Geschenk zu unterlassen, doch existierte kein Rechtstitel, der dem Arzte beim Eintreiben seiner Forderung behilflich gewesen wäre. Konsultierte der Kranke den Arzt in dessen Hause, so hatte er ihm überhau|)t nur die Medicin zu bezahlen."
   Bei den Ganguella-Negern wird die Kur als kostspielig bezeichnet. Teuer ist die ärztliche Behandlung auch bei den Negern von der Loango-Küste. Hier muss der Medicin-Mann erst untersuchen, welcher in den Fetisch eingeschlagene Nagel die betreffende Krankheit verursacht hat. Das kostet Geld. Diesen Nagel muss er dann herausziehen und dem Fetisch die Wunde heilen. Das kostet abermals Geld. Dann erst kann er daran denken, nun auch den Patienten wiederherzustellen; und hierfür muss natürlicher Weise nun wiederum eine Zahlung geleistet werden.
   Auf den Aaru- Inseln erklärt bisweilen der Arzt, dass die Krankheit darin ihre Ursache habe, dass die Vorfahren des Erkrankten den Vorfahren eines bestimmten anderen Arztes etwas schuldig geblieben sind. Dies Schuld lässt sich dann der jetzt behandelnde Arzt von dem Kranken dreifach oder vierfach bezahlen.
   Ganz besonders teuer scheinen die Aerzte der Indianer zu sein. Bei den Central-Californiern und den Winnebagos wird von den erpressendsten Forderungen gesprochen. Ein Nord-Californier forderte ein Pferd als Honorar, und die Dacota-Indianer geben oft ein Pferd für eine ganz kleine Hilfsleistung und sind bereit, alles was sie besitzen und was sie auf Kredit bekommen können, hinzugeben, damit der Arzt sie behandele. Ein Arzt der Navajó in Arizona erhielt für eine neun Tage währende große Heilzeremonie ein sehr reichliches Geschenk an Pferden und außerdem für sich und alle seine Gehilfen für die ganze Zeit Nahrung in Hülle und Fülle, bestehend aus Suppe, Maisbrei, Getreidekuchen und Hammelbraten. Dem Arzte während der Zeit der Behandlung auch das Essen zu liefern ist übrigens auch bei den Sioux-Indianern und bei den Niassern der Gebrauch. Die Letzteren müssen außerdem noch viele Hühner und Schweine opfern und dadurch werden in Nias die Krankheiten so kostspielig, dass man nicht selten Leute trifft, welche ihr ganzes Vermögen erschöpft haben oder sogar in Sklaverei geraten sind, um die Schulden zu bezahlen, in welche sie sich gestürzt hatten, um sich die Hilfe der Medicin-Männer zu verschaflfen.
   Bei den Zulu reisen geschickte Aerzte von Ort zu Ort durch das Land und bleiben häufig durch Monate, oder selbst Jahre lang unterwegs. Als reiche Leute, im Besitze großer Viehherden pflegen sie dann nach Hause zurückzukehren.
   Die ärztlichen Visiten sind bei diesen Völkern aber auch von besonders langer Dauer, so z. B. in Sumatra. Die Winnebago-Aerzte widmen sich ihrem Patienten Tag und Nacht, und die Aerzte der alten Maya verließen ihren Kranken erst, wenn er geheilt oder gestorben war. Bei den Medicin-Männern der Indianer dauern die ärztlichen Zeremonien häufig Tage lang, und an jedem dieser einzelnen Tage ist der Medicin-Mann in angestrengtester Tätigkeit. Ähnliches ist auch von den Australiern, sowie von den Kirgisen und von den Süd-Afrikanern zu berichten.“

Nicht jede der im zitierten Text beschriebene Bezahlung empfinde ich als angemessen oder seriös. Und doch zeigt der Text sehr deutlich, dass zumindest am Anfang des 19. Jahrhundert eine Bezahlung von Schamanen in traditionellen Kulturen normal war. Somit ist die Behauptung, Schamanen aus alten Kulturen arbeiten umsonst, wiederlegt.

Aus
http://www.indianerwww.de/indian/schamanen.htm
Indianer Nordamerikas; Priester und Schamanen:
“Ihm waren auch besondere Speisen vorbehalten und wenn ein Indianer ihn und seine Zauberkräfte für eine bestimmte Tätigkeit brauchte, bezahlte man mit Fellen, Nahrungsmitteln, Werkzeugen sowie auch mit Pferden und anderen wertvollen Dingen. Diese Bezahlung hatte aber auch einen weiteren Nutzen, man stieg in einen höheren Rang der Medizingesellschaft, die der Schamane leitete, oder angesehene Familien erhielten vom Geheimnismann - wie der Schamane auch genannt wurde - nach entsprechender Bezahlung (Pferde und andere Kostbarkeiten) einen Mythos, der diesen Familien Glück und Segen bringen sollte. Wenn der Schamane als Medizinmann in Erscheinung trat, zahlte man ihm nur etwas wenn die Behandlung erfolgreich war. Bei Epidemien erhielt der Schamane keine Bezahlung. War die ärztliche Bemühung des Schamanen von keinem Erfolg gekrönt, konnte er bei einigen Stämmen auch bestraft werden. Wurde das Wissen des Schamanen bei Geisterbeschwörungen, als Herausfinder von Schuldigen oder was den Mythos anging zu Hilfe geholt, waren seine Dienste besonders teuer.“

Die Schamanen der Sami (noaidi) haben ebenfalls eine Bezahlung für ihre Dienste bekommen. Dies schreibt Hanjo Schlüter in seinem Text über das Naturverständnis der Sami. Wie diese Bezahlung genau aussah, konnte ich leider nicht herausfinden.
http://hanjo-schlueter.de/ant/sn_7.html


aktuelle Belege

Aus
http://www.face-music.ch/bi_bid/historyoftengerism_de.html
Schamanismus (Tengerismus) in der Mongolei:
“Bezahlung von Schamanen – musste sich ebenfalls ändern. Die Tradition hat sich insofern entwickelt, als dem Schamanen drei Dinge zu überreichen sind:
- Der Schamane ist mit allen Dingen, die er für die Zeremonie benötigt, zu versehen. Dazu gehören Flaschen mit Wodka zur Herstellung von arshaan (Energiewasser) ebenso wie Schmiermaterialien, Reisekosten etc.
- Zweitens erhält er einen khadgas (khadak – einen zeremoniellen Schal), um mit diesem Tuch den Geistern seiner Ausrüstung seine Ehrerbietung auszusprechen.
- Drittens bekommt er eine Geschenk, das der finanziellen Situation der Person angepasst ist. Man merke, die Bezahlung erfolgt, um die Geister zu ehren und nicht den Schamanen selbst.“

Bei einem Reiseanbieter, der eine Reise zu einer Schamanenweihe nach Ulan Ude in Sibirien anbietet, habe ich den Hinweis gefunden, dass die Entlohnung der Schamanen für ihre jeweiligen Dienste, vor Ort geregelt werden soll. Also bekommen auch die Schamanen dort eine Bezahlung.
http://www.sajanreisen.de/reisen2008.html

Ein Artikel, den ich im Internet gefunden habe:
Schamaninnen in Japan
Nachrichten aus der Unterwelt
http://www.spiegel.de/reise/fernweh/0,1518,655626,00.html
... . Die Frauen arbeiten über zwölf Stunden am Tag, mit wenigen kurzen Pausen. Eine Zahlung von 3000 Yen (etwa 22 Euro) pro Person wird empfohlen; viele schenken Lebensmittel dazu.
"Das ist eine sehr anstrengende Arbeit", sagt eine Frau in der Schlange verständnisvoll. Andere murren, dass man keine der praktischen kleinen Wartezettel wie im Postamt ziehen kann. Denn Reservierungen nehmen die Itako nicht an. Bei etwa 15 Minuten pro Person dauert das Warten oft den ganzen Tag. ... „
Japan ist ein teures Land. Doch umgerechnet 22 € für etwa 15 Minuten ist ein guter Stundenlohn.

Leider hat auch eine intensive Suche im deutschsprachigen Internet nur wenig Informationen geliefert, die ich für fundiert halte. Da wundert es mich nicht, dass viele Behauptungen aufgestellt werden, ohne dass diese auch belegt werden.


eine angemessene Bezahlung

Die Arbeit eines Schamanen oder eines anderen Heilers für einen Klienten ist meiner Meinung nach eine Dienstleistung. Auch wenn die Tätigkeit des Schamanen sehr viel mehr ist (oder meiner Meinung nach sein muss), als das bloße Abarbeiten des Kunden, wie es bei anderen Dienstleistungen oft der Fall ist. Der Schamane, die Hexe oder der Heiler arbeitet aus einer Berufung. heraus.
Trotzdem nimmt die Arbeit viel Zeit in Anspruch: Seminare müssen vor- und nachbereitet werden, Räume werden hergerichtet, die Sitzung mit einem Klienten muss ebenfalls vor- und nachbereitet werden, Telefongespräche werden geführt. Und vieles mehr.

Die Ausgaben, die jemand hat, der Selbständig ist und der eine seriöse Praxis führt, sind ebenfalls nicht zu unterschätzen: Raummiete, Heizung, Strom, Wasser, Materialien (Kerzen, Räucherung, ...), eine eigene Krankenversicherung und als letztes und als größten Posten, die Steuern.



Es gibt viele Möglichkeiten, sich für spirituelle Leistung entlohnen zu lassen.:

Kostenlos
arbeiten ist unmöglich. Das ist zumindest meine Meinung. Davon kann sich jemand, der sehr oft Klienten hat, keine Miete leisten, kein Essen kaufen, nicht heizen, etc. Auch wenn es ein sehr schönes Gefühl und auch eine sehr gute Energie ist, die Dankbarkeit eines Klienten zu spüren, ist das doch auf Dauer nicht ausreichend. In der Gesellschaft, in der wir hier in Deutschland jetzt leben, ist das umsonst arbeiten nicht realisierbar. Ich vermute, dass die Forderung nach kostenloser Arbeit von Menschen kommt, die wenig Sinn für die Realität haben. Und doch gibt es einige, die tatsächlich umsonst arbeiten. Diese haben dann noch einen anderen Beruf oder müssen sich aus anderen Gründen keine Gedanken um ihr finanzielles Auskommen machen.
Aus meiner Erfahrung ist es nur dann möglich, umsonst schamanisch zu arbeiten wenn man ...
... einen Partner hat, der das Geld für den Lebensunterhalt verdient. (Was ggf. Abhängigkeit bedeutet. Nicht jeder findet den Gedanken, nicht selbst für seinen Lebensunterhalt zu sorgen angenehm. Selbst wenn die Möglichkeit dafür vorhanden wäre, sich vom Partner finanzieren zu lassen. )
... genug Geld geerbt oder aus anderer Quelle hat.
... keine Kinder zu versorgen hat.
... sich total aufschafft um alles irgendwie auf die Reihe zu bringen.
... seine schamanische Berufung nicht ernsthaft genug ausübt. (Und dann ist man leider auch nicht wirklich berufen.)
... freiwillig auf jede Form von Luxus verzichtet, in einer Hütte im Wald von dem lebt was die Natur einem bietet. (Wer das wirklich durchzieht hat mehr als meinen Respekt. Aber getroffen habe ich noch keinen der das legal realisieren konnte. Und auch keinen der das illegal realisiert hat. )
... es schafft 3 bis 4 Jobs gleichzeitig zu machen und trotzdem alle Jobs gut macht und trotzdem noch bei bester Gesundheit ist und sein Energiehaushalt perfekt funktioniert. (Ich kenne keinen der das bis jetzt geschafft hat ohne das irgendetwas davon auf der Strecke geblieben ist.)
Eine Geschichte einer Freundin über das kostenlose Arbeiten und eine Reaktion darauf:
Eine Bekannte von mir hat einen sehr guten Draht zu Tieren und Erfahrungen mit Tierkommunikation. Eine ihrer Facebook ”Freundinnen” bittet wegen ihrer Katze um Hilfe. Meine Bekannte schaut und hilft. Umsonst! Bietet sogar noch an, von Futterproben etwas abzugeben die sie selbst bekommen hatte.
Nun, die Bekannte ruft bei Questico an und fragt dort auch noch mal wegen ihrer Katze. Dort hat sie sicherlich einiges an Geld gelassen für die gleiche Information die sie auch von meiner Bekannten schon bekommen hatte.
Und  als Krönung beschwerte sich noch dass meine Bekannte vergessen hatte das versprochene Futter zu schicken und forderte von hinten rum sogar noch ein zusätzliches Geschenk als Entschädigung fürs Geschenk vergessen.
Seit dem hat zum Glück auch meine Bekannte das Thema umsonst arbeiten gründlich überdacht.


Geschenke zu bekommen ist echt schön und eine sehr angenehme Art, sich für seine Arbeit entlohnen zu lassen. Aber auch eine Geschenk ist nach dem Gesetzt eine Bezahlung und der Wert des Geschenkes muss versteuert werden. Damit lege ich dann ggf. sogar noch Geld dazu dass ich eigentlich für etwas anderes verwenden müsste oder ich mache mich strafbar weil ich Geschenke nicht steuerlich angebe. Außerdem ist es oft für den Klienten sehr schwer, ein angemessenes Geschenk zu finden, dass der Schamane dann auch gebrauchen kann. Leider kann ich mir von Geschenken auch keine Lebensmittel kaufen, keine Miete, Strom, Heizung u.s.w. bezahlen. Also ist auch diese Möglichkeit nur in Ausnahmefällen realisierbar.


Eine Bezahlung auf Spendenbasis ist oft schwierig. In der Theorie hat jeder dabei die Möglichkeit, das zu geben, was ihm die Arbeit wert ist und was er sich leisten kann. Das klingt nach einem schönen Konzept. Es funktioniert leider nur selten. Viele Klienten sind mit diesem Konzept überfordert. Sie können den angemessenen Wert der Arbeit nicht schätzen. Der Besuch bei einem Schamanen oder anderen Heiler ist hier bei uns noch etwas ungewöhnliches. Es gibt keine Tradition, nach der die Klienten sich richten könnten. Auch mangelnde Eigenerfahrung mit der Thematik macht es schwer für einen Kunden, den Wert zu schätzen. Sie sehen oft nur das was nach Außen geschieht. Das was innen geschieht, sehen sie nicht.
Ein weiteres Problem bei einer Spendenbasis ist eine weit verbreitete „Geiz ist geil“ Einstellung. Die führt nach meiner Erfahrung dazu, dass einige dann recht billig davon kommen wollen. Wenn mir für eine Massage von über einer Stunde 10 € als freiwillige Spende gegeben wird, ist das dreist. So ist es mir passiert als ich das selbst noch auf Spendenbasis versucht habe. Und in dem Fall wusste ich genau, dass derjenige recht gut verdient und auch gut einiges mehr hätte geben können.
In diesem Zusammenhang wird bei Diskussionen dann oft das Thema „Selbstwert“ angesprochen. So nach dem Motto: „Wenn du nicht genug als Spende bekommst, liegt das an dir selbst weil dir selbst deine Arbeit nicht mehr wert ist.“  Oder es liegt am Klienten. Weil ihm die Arbeit nicht mehr Wert ist. Es wir hier auf das Resonanzgesetzt angespielt. Das spielt sicherlich auch eine Rolle. Doch hier kann ich das gut umgehen, in dem ich dem Klienten einen Anhaltspunkt gebe mit einem Festpreis und auch für mich festlege was ich finde dass meine Arbeit wert ist.


Tauschhandel funktioniert ebenfalls nur bedingt.
Wenn ein Klient mit seiner eigenen Arbeitsleistung bezahlen möchte, muss ich diese Arbeit auch gebrauchen können. Eine Arbeit, die ich wirklich gebrauchen kann, möchten oder können viele allerdings nicht machen. Ich habe schon eine Klientin zutiefst beleidigt, weil ich ihr angeboten habe, sie könnte als Gegenleistung bei mir die Fenster putzen. Ich habe es aber auch schon anders erlebt. Eine Freundin hat für mich eine Woche lang den kompletten Haushalt geschmissen (mit Fenster, Küche und Bad gründlich putzen) für den Unterricht, den sie bekommen hat.
Auf Tauschmöglichkeiten lasse ich mich gern ein. Ich muss dass zum Tausch angebotene aber auch wirklich gebrauchen können. Und auch da wird es wieder kompliziert. Denn ein reiner Tauschhandel klappt nicht. Es sein denn, ich werde auch regelmäßig mit Strom, Holz, Heizöl, Wasser, Essen, Kleidung, etc bezahlt. Und dann stellt sich die Frage: Was bekommt mein Vermieter von mir?
Beim Tauschhandel ist es wie bei den Geschenken: den Wert der geleisteten Arbeit oder des Tauschobjektes müsste ich ebenfalls versteuern. Der Staat mit seinen Ämtern ist da sehr Gnadenlos.


Der Staat finanziert mich – Harz 4 ist sicherlich auch nicht realisierbar. Zumindest möchte ich weder als Klient noch als schamanisch Arbeitender darauf angewiesen sein, mit meinen Klienten in meinem privaten Wohnzimmer zu arbeiten. Eine gewisse räumliche und somit auch energetische Abgrenzung ist absolut sinnvoll und notwendig. Aber mit Hatz 4 finanziere ich keinen eigenen Arbeitsraum.
Harz 4 lässt es sicherlich nicht zu, dass ich mich energetisch wertvoll und ökologisch sinnvoll ernähren kann. Das wiederum hat Auswirkungen aus meinen körperlichen Zustand und somit auf meinen Energiehaushalt und damit auf die Qualität meiner Arbeit.
Wer Geld von Staat bekommt, hat diesen auch ständig im Nacken sitzen. Man muss regelmäßig Bewerbungsunterlagen vorlegen, bekommt ggf. irgendwelche Maßnahmen aufgezwungen oder muss einen sogenannten ein Euro Job machen.
Die Anerkennung von Hatz 4 Empfängern in der Gesellschaft ist nicht sehr hoch. Sie werden oft verspottet und schief angeschaut. Werden als faul und als Schmarotzer gesehen. Das ist sehr schlimm aber leider Realität. Und ob das dem Ruf, ein seriöser Schamane zu sein, so förderlich ist? Ich denke nein.


Die spirituelle Welt sorgt für mich.
Der Lottogewinn als Möglichkeit, des Lebensunterhaltes klappt wohl nicht wirklich. Die mathematische Wahrscheinlichkeit dafür ist extrem gering. Ich habe mir darüber mal genauer Gedanken gemacht und fand sehr lustig, was dabei heraus gekommen ist:
Nehmen wir an, es gibt 200 Leute, die alle aus Berufung spirituell arbeiten. Sie möchten dies umsonst tun und wünschen sich darum einen
Lottogewinn. Denn irgendwie müssen sie ja leben. Jeder dieser 200 Menschen bittet seine persönlichen Götter oder Geister um Unterstützung für diesen Gewinn. ... Fangen die spirituellen Wesen dann an, sich darum zu kloppen, wem sie jetzt den Gewinn zukommen lassen? Oder stehen sie um ein schönes Lagerfeuer und diskutieren es aus? Oder schauen sie einfach, wer die kleinen Kugeln am Besten manipulieren kann?
Ich bin mir ganz sicher, dass die spirituelle Welt uns unterstützt:
Die spirituelle Welt kann uns begrenzt kann uns helfen, ausreichend zahlungskräftige Klienten zu bekommen.
Sie kann uns helfen, eigene Zweifel und mangelndes Selbstwertgefühl zu bearbeiten damit die Arbeit gut laufen kann.
Sie kann uns helfen, unser Leben so zu gestalten, dass wir unsere Arbeit machen können ohne uns selbst dabei aufzuschaffen.
Sie kann uns helfen, gute Konzepte zu entwickeln, die auch ausreichend Gewinn abwerfen.
Sie kann uns mit Rat und Wissen helfen damit wir die richtigen Dinge für den Klienten tun. Denn nur ein zufriedener Kunde empfiehlt uns weiter oder kommt wieder.
Doch was sie ganz sicher nicht können, ist, uns den Kühlschrank zu füllen. Sie legen uns auch keine Kleider vor die Tür.


Die Arbeit gleicht sich irgendwann wieder aus.
Sicherlich wird sie das nach den karmischen Gesetzten irgendwann tun. Aber wann? Und auf welche Weise? Dieser Ausglich müsste doch dann in einer Form geschehen, die es einem erlaubt, angemessen zu leben. Wo wir dann doch wieder bei dem Geld sind. Dass muss dann aus einer anderen Quelle kommen. Es fällt nun mal nicht einfach so vom Himmel.


Letztendlich läuft für mich alles darauf hinaus, angemessene Festpreise zu nehmen.
Denn dies ist meiner Meinung nach die einzige wirklich realisierbare Möglichkeit, aus einer Berufung auch einen sinnvollen Beruf zu machen, der es einem ermöglicht seinen Lebensunterhalt damit zu verdienen.
Was der Einzelne als angemessen empfindet, sei jedem selbst überlassen. Bei der Kalkulation des Preises müssen eine ganze Menge Faktoren mit berechnet werden, an die viele als Klienten erst mal gar nicht denken:
Steuern, Versicherungen, Materialkosten, Raummiete,  Telefon und Internet, passende Kleidung, energetisch hochwertiges Essen, Weiterbildung,
u.s.w.
Um als selbstständige wirklich nach allen Abzügen noch angemessen genug zum leben übrig zu behalten muss dieser Stundenlohn um ein vielfaches höher liegen als unser heutiger Mindestlohn. Dazu darf natürlich auch mit eingerechnet werden, das auch eine schamanische Ausbildung lange dauert und ggf. mal einiges gekostet hat, ähnlich wie ein Studium auch. Ich vergleiche das gern mit der Ausbildung zum Chirurgen oder zum Diplom Informatiker. Die gehen auch viel Jahre an die Uni und müssen viel lernen. Auch ein Handwerksmeister hat einen deutlich höheren Stundenlohn als ein Azubi.
Wie hoch dieser Stundenlohn bei einem Schamanen (oder anderen Heiler)  dann jeweils liegt, muss dieser ganz für sich allein entschieden. Doch manchmal nehmen die Spirits einem diese Entscheidung auch ab in dem sie ganz klare Vorgaben machen. Und an diese wird sich der Schamane dann auch sicherlich halten wenn er es sich nicht mit seinen Verbündeten verscherzen will. Denn die Bezahlung ist nicht nur eine Wertschätzung für den Schamanen selbst sondern auch für die vielen Helferwesen die an seiner Seite sind. Die spirituelle Welt sieht es erfahrungsgemäß nicht so gern wenn man sich unter Wert verkauft.
Ich selbst hatte zu diesem Thema mal ein sehr ausführliches Gespräch mit der Göttin Hel. Sie machte sehr überzeugend klar, das sie ganz konkrete Vorstellungen von einem für mich angemessenen Stundenlohn hat. Sie sah in dem Moment auch nicht sonderlich kompromissbereit aus.
Ihre Ansage: 80 € die Stunde für Kliententermine.
Keine Rabatte, nicht mal für Freunde.
Alternative Bezahlung nur, wenn der Wert dem Stundenlohn entspricht und ich es wirklich brauchen kann.

Und wenn dann wirklich jemand kommt, der dringend Hilfe benötigt und kein Geld hat, lassen sich immer noch Alternativen finden. S.o.


Sollte diesen Text jemand lesen, der ein Konzept vorschlagen kann, dass es realisierbar erlaubt, ohne Geld zu verlangen, angemessen leben zu können und seiner schamanischen Berufung nach zu gehen, darf sich sehr gern sofort bei mir melden.
Denn bis jetzt konnte keiner, der mich dafür kritisiert hat, dass ich Geld verlange für meine Arbeit, eine solche Alternative anbieten. Die Argumente, die dafür sprechen, umsonst zu arbeiten, sind leider schnell erschöpft und auch schnell widerlegt.



Argumente für kostenlose schamanische Arbeit und deren Wiederlegung:
(die ich gesammelt habe weil ich sie einfach spannend fand)

“Der Geldfluss ist negativ besetzt und damit gibt man sich in diese negative Energie.“
Diese negative Besetzung entsteht aus Neid und Missgunst. Und in dieser Energie stecken wir eh weil es ohne Geld einfach völlig unmöglich ist zu leben. Wenn ich das Thema Geld, Neid, Missgunst, ... für mich selbst bearbeite, kann mich diese Energie auch nicht mehr negativ beeinflussen.

“Das haben die früher auch umsonst getan.“
Die Aussage ist
oben widerlegt.

“Schon immer haben Schamanen einen normalen Broterwerb gehabt und haben ihre Berufung gelebt. „
Haben sie das wirklich? Bis jetzt hat niemand der das behauptet hat, aus gut recherchierten Quellen Belege dafür gegeben. Vielleicht finde ich die Zeit, mal selbst etwas dazu zu suchen, das diese These belegt oder widerlegt.
Selbst wenn ich als Vergleich mal einen evangelischen oder katholischen Pfarrer nehme stimmt das nicht. Die machen das Hauptberuflich. Und so ähnlich wie die Arbeit eines Pfarrers sehe ich auch die Arbeit eines Schamanen. Und auch ein Arzt arbeitet nicht noch nebenbei um Geld zu verdienen. Er bekommt es für seine Arbeit als Arzt genau wie der Heilpraktiker.

Ein Zitat aus einem Forum:
“ Ich finde Schamane ist zwar ne Berufung aber kein Beruf. Schamanische Arbeit und seinen Lebensunterhalt verdienen sollte man am besten auseinanderhalten - schon wegen der Qualität.“
Was hat es mit Qualität zu tun ob ich Geld nehme oder nicht? Könnte es nicht auch so sein, dass mich gerade das Geld dass ich bekomme anspornt, besonders gute Arbeit zu machen? Wenn ich nichts bekomme muss ich mich ja auch nicht anstrengen. So rum könnte man genau so argumentieren. Aber wer seine schamanische Arbeit wirklich ernst nimmt, wird sie immer, egal was ist, nach bestem Wissen und Gewissen so gut machen wie er kann.
Wo bleibt die Qualität für meine Arbeit, wenn ich schon 8 Stunden gearbeitet habe für meinen Lebensunterhalt und dann am Abend noch schnell nen kliententermin mit rein stopfe? Wenn ich dann noch meinen Haushalt erledigt habe und mich um mein Kind gekümmert habe? Dann bin ich vermutlich für eine qualitativ gute schamanische Arbeit nicht mehr zu gebrauchen.


Zitat aus einer Diskussion in einer facebook Gruppe:
“Geld zu verlangen ist echt fast so als wenn, nachdem man erwachsen ist die Eltern einem ne Rechnung stellen was man an sie zahlen soll weil sie schließlich ernährt, beschützt umsorgt und gelehrt haben....“
Ich würde sagen, diese Rechnung hat sich nach alter Tradition eh von selbst gestellt. Früher haben sich die Kinder um die Eltern im Alter gekümmert und konnten so einiges von dem zurück geben was sie selbst als Kinder bekommen haben. Und sehr viele Kinder müssen auch heute für ihre Eltern recht hohe Summen an Geld für Pflegeeinrichtungen oder Pflegepersonal bezahlen weil das von den Krankenkassen schon lange nicht mehr ausreichend finanziert wird. Und die Rente reicht dafür auch sehr oft nicht.
 

 

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