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Krafttiere
Das Krafttier Reise nach Anderswo
Eigene Erfahrungen Insekten, Spinnen und anderes “ekliges” als Krafttier? Krafttiere essen oder nicht? Teile eines Krafttieres besitzen? Die Arbeit für andere?! Krafttier oder Totem? Wie finde ich mein persönliches Krafttier oder Totem?
Ich beschreibe im Folgenden viel von meinen eigenen Erfahrungen
im Bezug auf Krafttiere. Diese müssen sich nicht unbedingt mit den Erfahrungen anderer decken.
Das Krafttier
Ein Krafttier ist ein Begleiter in der
Geisterwelt. Es tritt fast immer in Erscheinung, sobald ein Reisender die Geisterwelt betritt. Häufig wird er schon von seinem Krafttier erwartet und entsprechend begrüßt. Jeder wird von einem
Krafttier ausgewählt und kann sich nicht selber eins wählen. Das bedeutet, dass das Krafttier häufig ein Tier ist, mit dem nicht gerechnet wurde. Es ist in den seltensten Fällen mit dem Lieblingstier
identisch. Es könnte sogar ein Tier sein, das nicht sonderlich beliebt ist (Schlangen, Insekten, Spinnen,...), wobei die Beliebtheit vom Kulturkreis abhängt.
Das Krafttier ist Verbündeter, guter Freund, Berater, Helfer, Beschützer,... Die speziellen Aufgaben eines Krafttieres sind so vielfältig, wie die Zahl der verschiedenen Krafttiere. Die oben
genannten sind Aufgaben, die immer wieder von Bedeutung sind und die die meisten Krafttiere übernehmen.
Wie der Name schon sagt, ist ein Krafttier ein Tier, kann aber auch aus dem Bereich
mystische Tiere (Drache, Einhorn, Garuda,...) kommen. Jeder kann mit seinem Krafttier reden und ihm Fragen stellen. Ein häufiger “Anfängerfehler” ist, dass vor lauter Aufregung und Freude die
gemeinsame Kommunikation einfach vergessen wird. Dann kommt hinterher die Frage: “War das jetzt mein Krafttier oder nicht?” Und ich frage dann meist zurück: “Hast du es danach gefragt?”
Im Lauf
der Zeit können ein oder mehrere Krafttiere in Erscheinung treten. Es können mehrere gleichzeitig sein, aber auch verschiedene nacheinander. Um sein eigenes Krafttier zu finden, geht der Suchende auf
eine schamanische Reise. Zumindest ist das eine sehr gängige Technik. Über die Suche nach dem Krafttier ist mehr im Kapitel über die Grundlagen der schamanischen Reise zu lesen. Was nicht bedeutet, dass ein Krafttier nicht auch über andere Wege gefunden werden kann. Ein Beispiel: Es kann auch eine andere Person auf die Suche nach dem Krafttier gehen. Dies kann sein, wenn ein Krafttier nötig ist, die Person aber nicht in der Lage ist, es selber zu suchen.
Ein Krafttier ist ein Begleiter für einen Lebensabschnitt. Es kann sein, dass sich im Lauf der Zeit eines verabschiedet, weil seine Aufgaben erledigt sind oder der Mensch sich weiter entwickelt
hat und ein anderer Aspekt für ihn jetzt wichtiger geworden ist. Im Normalfall tritt früher oder später ein anderes Krafttier in Erscheinung oder die betroffene Person soll sich selber danach auf die
Suche begeben. Nicht zu verwechseln ist das Krafttier mit dem Totem, das sich das ganze Leben nicht verändert. Welche ganz spezielle Bedeutung das eigene Krafttier hat, erzählt es am besten selber!
(Wenn es danach gefragt wird!) Ich halte von den Bedeutungen, die den einzelnen Krafttieren in der Literatur zugeordnet werden, nicht sonderlich viel. Dazu ist ein Krafttier eine viel zu persönliche
Angelegenheit. Und jeder Mensch ist anders. Was nicht bedeutet, dass die Bücher grundsätzlich schlecht sind. Sie können gute Hinweise geben, deren Gültigkeit jeder für sich noch einmal überprüfen sollte.
Um sich in die Welt der Krafttiere besser einstimmen zu können, sind einige Seiten mit verschiedenen Tierfotos hier zu finden.
Dies ist die Kopie einer Mail, die ich von einer Freundin bekommen habe, kurz nachdem ich mit ihr die erste Reise zum Krafttier gemacht hatte
(Vielen Dank für die Erlaubnis zur Veröffentlichung!!!):
Reise nach Anderswo
Ich schließe die Augen, als die Trommel beginnt. Sie
tönt laut, fast störend direkt neben mir. Der Rhythmus so schnell, dass ich das Gefühl habe rennen zu müssen…
Weiß… alles um mich her ist taghell und weiß. Unter mir fliegen irgendwelche
Muster vorbei, ich bewege mich sehr schnell. Es hört nicht auf, endlos eine Spur vor mir her… Neugier… Aufforderung, genau hinzuschauen… es sind Spuren im Schnee! Spuren von …Pfoten! Vielen Pfoten!
Ich laufe in einer rasenden Geschwindigkeit über den Schnee… immer weiter… Die Trommel fängt an zu singen in meinen Ohren… aber…da ist noch was… ich bin nicht allein! Neben mir spannen sich starke
Muskeln, gleitet und fließt der dicke Pelz einer Wölfin. Mit weit ausgreifenden Schritten laufen wir nebeneinander her. Ich bewundere die kraftvolle Bewegung ihres Körpers, werde des Lächelns gewahr,
in ihrem Gesicht, als sie leicht den Kopf in meine Richtung dreht.
Ich spüre das Rudel hinter uns, weiß, dass auch andere bei uns sind und auch eine gute Strecke voraus, erhasche kurz einen
Blick auf fliegende schwarze Haare... Immer noch gleitet der Boden in rasender Geschwindigkeit unter unseren Füßen dahin. Andere sind schneller, laufen an uns vorbei… Ich betrachte die Wölfin neben
mir, während wir immer weiter rennen, begleitet vom Singen der Trommel.
Wunderbarer Pelz, durch die Jahreszeit bedingt besonders dick und wärmend, grau, in ein cremiges Weiß übergehend,
leicht ins Schwarz wechselnd, dort wo ihr Gesicht ist, ihre Ohren, um die Augen herum… “bleib stehen! Bitte, bleib stehen, ich möchte mit dir reden, dich anschauen! … Halt an…bitte! Halt an!” Der
rasende Lauf wird langsamer, es ist Nacht geworden und im Mondlicht stehen wir uns gegenüber. Ich schaue in ihr Gesicht, sie mit ihren tiefgelben Augen in meines. Ihr Blick versinkt in meinem
Inneren… “Du musst noch weiter… sie warten auf dich, dort…” Ich bin überwältigt von ihrer Schönheit, kann nur nicken, dann geht es wieder los… “Ich begleite dich. Ich bin bei dir…immer, wohin du auch
gehst! ... Jetzt dort entlang!” Ich sehe eine Art Tunnel, wirbelndes Grau. Wir tauchen hinein, laufen hindurch und am Ende ist alles Wasser…Luftperlen steigen auf um uns, wir gleiten dem Sonnenlicht
entgegen. Ich sehe die Wasseroberfläche, die kleinen Wellen, gleißend im Licht von unten, bevor ich auftauche.
Ich schwimme in einer Art Grotte? Der Himmel ist unendlich hoch über mir, aber
nicht blau oder mit Wolken…keine Sonne zu sehen im ersten Moment… nur Dämmerlicht, Übergang ins Grün. Belebte Stille, wie es in einem Wald sein soll… Es ist warm hier, feucht…das Ufer ist moosig
überwachsen, es ist eine große Waldlichtung. Wie ein weiter Halbkreis um das Ufer dehnt sich die Lichtung aus. Gras und weiches Moos wachsen dort, weiter hinten beginnt der Wald. Ich bewege mich
vorsichtig auf den Waldrand zu. Ein Tor aus schweren Steinen, wie bei einem Hügelgrab, steht rechts von mir auf der Lichtung…mein Heimweg! Noch nicht… noch darf ich bleiben, das weiß ich sicher. Ich
schaue nach oben in die Wipfel, sehe die unterschiedlichsten Bäume, Vögel ganz fern in den Spitzen. Auf dem weichen Boden, mit nackten Füßen und den würzigen, schweren Geruch des Waldes in mich
aufnehmend, trete ich auf einen Stamm zu, fühle mich angezogen, ja fast gerufen. Er liegt leicht erhöht durch sein Alter am Waldrand zu meiner linken Seite. Sein Umfang ist weit. Die Rinde grob und
stark gefurcht. Während ich ehrfürchtig die Hand an den Stamm lege schaue ich an ihm nach oben…fast endlos…
… werde zurückgerissen, gezogen durch das Steintor, spüre unsanft den harten Schlag
der Trommel, weiß, dass ich jederzeit durch das Tor zurückkehren kann und löse mich bewusst, kehre zurück in die Realität.
Eigene Erfahrungen Als
weiteres Beispiel möchte ich meine eigenen Erlebnisse bei meiner ersten schamanischen Reise erzählen. Sie stammen aus den Aufzeichnungen, die ich damals gemacht habe. Das war im Sommer 1997. Auch
hier ging es darum, das eigene Krafttier zu finden.
Bei einem Besuch in Augsburg lernte ich Stefan kennen, der sich bereit erklärte, mir das schamanische Reisen beizubringen. Bei meiner
ersten Reise war ich sehr aufgeregt. Es war etwas völlig unbekanntes und ich wusste nicht, was geschehen würde. Einerseits war ich total neugierig und andererseits hatte ich auch etwas Angst, wie ich
zugeben muss.
Der erste Versuch: Ich hatte mit schon vorher einen Ort überlegt, an dem ich die Reise beginnen wollte. Eine Lichtung im Wald, die ich bei einer Art Traumreise zu meinem
Kraftort bestimmt hatte. Dieses Bild hatte ich zu Beginn der Reise vor Augen. Wie auch vorher schon, stand auf der Lichtung ein Hirsch. Dann habe ich versucht, durch ein Mauseloch in die schamanische
Geisterwelt zu gelangen, landete aber immer wieder auf der Lichtung. Irgendwann hatte ich das Gefühl, es dreht sich alles und brach die Reise ab. Auf die Idee, dass der Hirsch eine Bedeutung
haben könnte, bin ich erst durch den Schamanen gebracht worden, der die Reise begleitete.
Der zweite Versuch: Auf einmal ging alles ganz schnell. Ich stand in einem dichten Tannenwald, es
war kühl und schon dämmrig. Vor mir war eine lange Schneise, mit dichtem Moos bewachsen. Ich konnte den Wald um mich deutlich spüren. Vor mir stand ein Hirsch. Groß, anmutig, majestätisch. Die
Kraft, die von ihm ausging, war deutlich zu spüren. Ich hatte großen Respekt und fühlte mich gleichzeitig total angezogen. Das Verhalten des Hirsches sagte: ”Folge mir” und das tat ich. Langsam
gingen wir die Schneise entlang. Nach einer Weile gelangten wir auf die Lichtung, von der ich das erste mal gestartet war. Die gegenüber liegende Seite war durch einen dichten, hellen Nebel verdeckt.
Ich schaute mich sehr zögerlich auf der Lichtung um und ging unsicher auf den Nebel zu. Sanft, aber bestimmt schob der Hirsch mich hinein. Ich legte ihm die Hand auf den Rücken und ließ mich
führen. Die Berührung gab mir Kraft und Mut, weiter zu gehen. Bald gelangten wir zu einem Gang. Es war der Eingang zu einer Höhle. Ich ging hinein. Zuerst sah ich die Bärin. Ein Braunbär. Die
beiden Jungtiere bemerkte ich erst etwas später. Ich durfte die Bärin und sogar ihre Jungen streicheln. Dann erweckte der Hirsche den Eindruck, als wolle er mich noch weiter führen und die Bärin
schien uns begleiten zu wollen. Doch dann war die Zeit der Reise leider um.
Hirsch und Bärin sind inzwischen weiter gezogen. Sie haben mich lange Jahre begleitet. Beiden möchte ich für ihre
Treue, ihre Weisheit und ihre Geduld mit mir danken!
Insekten, Spinnen und anderes “ekliges als Krafttier?
Generell kann jedes Tier auch ein Krafttier sein. Manche
sind häufiger (Bär, Wolf, ...) und andere seltener (Spinne, Eidechse, Schlange,...). Zumindest habe ich die Erfahrung in unserm Kulturkreis gemacht. In anderen Kulturkreisen sieht das vermutlich anders
aus. Im Mexiko zum Beispiel ist die Schlange als Symbol für Erneuerung (Häutung) ein beliebtes Krafttier. Hier finden viele Schlangen abstoßend.
Es gibt Leute, die lehnen Insekten und Spinnen
generell als Krafttiere ab, weil ihnen ihre Art und ihr Äußeres so fremd sind, dass sie sie nicht verstehen können. Bei diesen Personen wird aber mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auch kein solches Tier
erscheinen, es sei denn, es soll eine wichtige und ganz spezielle Lektion damit vermittelt werden. Wer bereit ist, sich mit Insekten und ähnlichen einmal näher auseinander zu setzen, wird
möglicherweise schnell feststellen, dass er von ihnen eine ganze Menge lernen kann. Wer hat nicht schon die filigrane Schönheit eines Tau benetzten Spinnennetzes in der aufgehenden Sonne betrachtet?
Des weiteren sei bedacht, dass auch Bienen und Schmetterlinge Insekten sind.
Ich vermute, dass ein ganz entscheidender Aspekt ist, dass sich viele Leute vor Insekten und auch vor Reptilien ekeln
oder sogar ausgeprägte Ängste haben. Und wenn man sie eklig findet, ist der Gedanke, sie als Krafttier zu haben, auch sehr eklig. Allerdings liegt das sehr im Auge des Betrachters. Es gibt Menschen, die
sich fast ausschließlich von Maden und ähnlichem ernähren, weil sie wichtige Eiweißlieferanten sind. Sie finden solche Tiere nicht eklig.
Mir fällt dazu eine schöne Geschichte ein:
Roland Kübler, "Traumfeuer" Wolfswelpe und Schlangenei: Eine sehr schöne Geschichte um das Erwachsen werden. Die Mädchen bekommen als Kind ein Schlangenei und die Jungen einen
Wolfswelpen und müssen diese aufziehen. Im Lauf der Zeit halten sich viele nicht mehr an die alten Traditionen und die Jungen bekommen gezähmte Hunde und den Schlangen werden die Zähne ausgebrochen,
damit sie nicht mehr beißen können. Die Hauptfigur ist ein Junge/ junger Mann, der noch einen Wolf aufgezogen hat und nach einem Mädchen sucht, das noch eine "richtige" Schlange aufgezogen
hat. Ein echter Lesetipp. Aus zeitlichen und auch aus Copyright Gründen kann ich die Geschichte hier nicht vollständig veröffentlichen. (Weitere sehr schöne Geschiichten von Roland Kübler:
"Die Farben der Wirklichkeit", oder "Wie viele Farben hat die Sehnsucht")
Einen weiteren Grund, warum “Ekeltiere” oft abgelehnt werden, vermute ich darin, dass Störungen im
menschlichen Energiekörper sich oft als solche darstellen (Maden, Würmer,...). Diese werden dann vom Schamanen extrahiert. Mehr zum Thema Extraktion gibt es hier zu lesen.
Krafttiere essen oder nicht?
Diese Frage hat sich mir schon vor langer Zeit gestellt, als ich zum Essen eingeladen war. Vor mir auf dem Teller lag ein ganz lecker riechendes Hirschgulasch
und ich hatte richtig Hunger. Also was tun? Nicht essen, hungrig bleiben und den Gastgeber eventuell noch beleidigen oder mit Genuss zulangen? Ich habe mich dann nach einem kurzen Zwiegespräch mit meinem
Hirsch für letzteres entschieden.
Das Krafttier selber fragen ist auf jeden Fall immer ein guter Tipp. Als ich mein Krafttier danach fragte, war die Antwort: "Du musst es mit dem
entsprechenden Respekt essen!" Ich habe mich dann bei dem Tier bedankt, dass es für uns gestorben ist, damit wir uns satt essen können.
Natürlich könnte das Krafttier auch sagen, dass es
nicht möchte, dass ein Tier seiner Art gegessen wird. Das würde mich allerdings wundern (habe es noch nie erlebt), weil es nicht zu den Erfahrungen passen würde, die ich mit den Moralvorstellungen in der
Geisterwelt gemacht habe. In der heutigen Gesellschaft können wir es uns leisten, auf das Essen bestimmter Dinge zu verzichten. Aber wenn wir einige Jahrhunderte zurück gehen, waren viele Leute froh,
wenn sie überhaupt etwas zu essen hatten. Sie konnten es sich nicht leisten, wählerisch zu sein. Außerdem ist Mensch ein Allesfresser und das Gesetz der Natur sagt “fressen und gefressen werden”. Wenn
ich mir ein Schweineschnitzel auf den Teller lege oder Kaninchen esse, ist das normal und wird größtenteils toleriert. Wenn ich aber erzähle, dass ich in China schon Hund gegessen habe (was dort normal
ist!), muss ich mich häufig dafür rechtfertigen. Aber wo ist der Unterschied? Schweine sind intelligenter als Hunde und werden bei uns trotzdem zu Millionen geschlachtet.
Die Gesetze des modernen Artenschutzes sollten natürlich immer beachtet werden!
Früher hatten Krafttiere oft den Sinn, dass man sich ihre Kräfte einverleiben wollte. Im Mithraskult wurde ein Stier
getötet und die Anhänger mit dem Blut bespritzt.
Sich bewusst durch das Essen die Kraft des Tieres einzuverleiben oder sich bewusst noch mal besonders eng mit dem Tier zu verbinden, ist meiner
Meinung nach eine legitime Möglichkeit. Ich wage zu behaupten, dass auch ein nicht ganz so bewusstes Verzehren des Krafttieren durchaus vom selbigen toleriert wird. Die Hektik des Alltags lässt einen
leider doch häufig vergessen, den nötigen Respekt aufzubringen (Rehrücken, große Feierlichkeit, viele Gäste, viele Ablenkungen,...).
Ein extremes Beispiel ist wohl der Kannibalismus. Diese
Kulturen haben Menschen nie aus Gründen der reinen Nahrungsaufnahme gegessen. Es war immer Bestandteil einer kultischen Handlung, in der die tote Person geehrt wurde oder sich ihre Kraft einverleibt
wurde.
Letztendlich muss es jeder für sich selber entscheiden und mit seinem eigenen Gewissen vereinbaren können, ob er sein Krafttier essen will oder nicht.
Ich möchte hier nur eine Anregung und gegebenenfalls eine Entscheidungshilfe geben.
Teile eines Krafttieres besitzen?
Generell mal: Ja, ist erlaubt. Es
kommt dabei darauf an, wie sie erlangt wurden und mit welchen Gedanken der Besitzer mit dem Teil umgeht.
Ein Beispiel von mir selber:
Auf einem Mittelaltermarkt hielt mir jemand ein Fell unter die Nase. So nach dem Motto, du kannst das bestimmt gebrauchen. Er hat mir einen guten Preis genannt und ich habe zugeschlagen. Das Tier war
eh schon seitsehr vielen Jahren tot. Und so konnte es wenigstens noch einem ehrenvollen Zweck zu Gute kommen.
Viele Teile, wie Federn, Schädel oder ähnliches, können auch einfach gefunden werden,
wenn man mal mit sehr aufmerksamen Blicken durch den Wald läuft und dabei nicht nur die Wege benutzt. Was spricht dagegen, sie aufzuheben?
Bei vielen Präparaten ist der Artenschutz wichtig. Dafür
gibt es sogenannte CITES - Bescheinigungen. Auf denen ist vermerkt, woher das Tier stammte usw. ... Dann ist auch der Besitz von Teilen artengeschützter Tiere legal. Ich besitze selber einige davon.
Wo ich echte Probleme hätte: wenn ein Tier nur deswegen getötet wird, damit man seine "Teile" zum Schamanisieren benutzen kann. Ich vermute, dass die Person, die so etwas tut, auch ordentlich
eins auf die Finger bekommen würde. Aber auch hier gibt es vermutlich andere Meinungen. Ich denke, jeder sollte sein Handeln in erster Linie mit einem eigenen Gewissen vereinbaren können.
Außerdem haben die Tiere selber im Zweifelsfalle auch immer ein Wort mit zu reden! Wer sich nicht sicher ist, ob er das Fell, den Schädel, den Knochen, ... besitzen sollte oder nicht, fragt doch einfach
sein Krafttier. Das hat sicher eine Antwort darauf.
Ich bin zwar nicht der beste Kenner anderer Kulturen, aber ich weiß, das es bei vielen schamanischen Kulturen üblich war, Teile von Tieren zum
schamanischen Arbeiten zu benutzen. Wer mehr zum Thema schamanisches Werkzeug / Arbeitsmaterial lesen möchte, kann das hier tun.
Viele Tiere werden nur um der Präparate und um
des Profits willen getötet, und häufig unter grässlichen Umständen (wie Orang-Utans, denen nur die Hände und Füße abgeschnitten werden, oder Meeresschildkröten, denen bei lebendigem Leib der Panzer
abgerissen wird..... ich muss wohl nicht weiter schreiben). Keine noch so guten magischen Absichten können das meiner Meinung nach rechtfertigen und niemand sollte solche Wilderei unterstützen!
Im übrigen würde ich sagen, dass jeder mit seinem Gewissen vereinbaren muss, was er tut. Egal, ob es ums Essen oder ums Besitzen geht.
Die Arbeit für andere?!
Am Anfang ging es in erster Linie darum, dass das Krafttier Helfer und Ratgeber für die
eigenen Angelegenheiten ist. Ein weiterer, sehr wichtiger Aspekt der schamanischen Arbeit ist die Unterstützung anderer Personen. Genauso wie ich mit meinem Krafttier über meine eigenen Probleme
reden kann, kann ich es auch zu den Belangen Anderer befragen. Diese können aus den unterschiedlichsten Bereichen kommen.
Im Normalfall kommt ein Klient zum Schamanen und fragt ihn um Rat. Der
Schamane befragt dann sein Krafttier zu der Problematik. Dabei bekommt der Schamane wichtige Hinweise vom Krafttier. Meist beinhalten sie Informationen über die Ursachen und geben Auskunft über Lösungen.
Kann das Krafttier selber keine Auskunft geben, bringt es den Fragenden zu einer anderen Wesenheit in der Geisterwelt, die die benötigten Informationen geben kann.
Gerade, wenn ich für Andere
arbeite, bestätigt sich für mich immer wieder, dass die Krafttiere eigenständige Wesenheiten sind. Es gibt auch die Theorie, dass die Wesenheiten der Geisterwelt Projektionen des Unterbewussten sind. Wie
erkläre ich damit aber, dass ich Informationen bekomme, die auch mein Unterbewusstsein nicht wissen kann, weil ich den Klienten vorher nie gesehen habe und auch nie etwas von ihm gehört habe?
Wer für Andere arbeitet, sollte dabei einige wichtige Dinge beachten: - Habe ich Aufgaben bekommen, die der Klient selber erledigen soll, um sein Problem zu lösen?
- Habe ich Aufgaben bekommen, die ich selber erledigen soll? - Habe ich Aufgaben bekommen, die eine dritte Person erledigen soll? - Zu welchem Zeitpunkt sollen die Aufgaben erledigt werden
(sofort, in 3 Wochen, in einem ½ Jahr,...)? - Bei mehreren Aufgaben: In welcher Reihenfolge sollen sie erledigt werden? - Sollen alle Informationen an den Klienten weiter gegeben werden?
Es gibt manchmal Informationen, die für den Schamanen wichtig sind für ein besseres Verständnis der Situation. Diese sind aber nicht immer gut
für den Klienten. Ein Beispiel hierfür kann eine verdrängte Erinnerung sein oder eine verletzende Situation. - Wichtig ist auch, sich genau zu überlegen, wie etwas gesagt wird.
Die gleiche Sache kann für den Klienten sehr hilfreich oder auch sehr verletzend sein. Leidet ein Klient unter seinem Übergewicht und wurde
schon als Kind deswegen geärgert, ist es sicherlich nicht sinnvoll zu sagen: ” Du musst aber dringend abnehmen!”
- Der Klient sollte gefragt werden, ob er auch wirklich alle Informationen erzählt haben möchte. - Wer sich bei irgendetwas nicht sicher ist, kann immer sein Krafttier um Rat fragen!
Lieber einmal mehr fragen als dann doch ins Fettnäpfchen treten!
Wenn Sie mehr Informationen über meine Arbeit als Schamanin für Klienten haben möchten, lade ich Sie ein, auf meine Seite
zum Thema Beratung zu schauen. Dort finden Sie mein persönliches Angebot für schamanische Arbeit, Karten legen, Reiki und mehr.
Krafttier oder Totem?
Totem ist ein Begriff aus dem Indianischen. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass
sich Krafttier und Totem voneinander unterscheiden. Manchmal werden beide Begriffe für das Gleiche verwendet. Darum kann ich hier nur beschreiben, was sich für mich als richtig erwiesen hat.
Was ein Krafttier ist, ist hier schon ausführlich erläutert.
Das Totem hat im Großen und Ganzen sehr ähnliche oder sogar die selben Aufgaben wie das Krafttier. Es ist ein spiritueller Begleiter.
Allerdings bleibt ein Totem das ganze Leben lang gleich. Es tritt ebenfalls meistens in Form eines Tieres auf. Das Toten charakterisiert einen Menschen. Es spiegelt wichtige Teile seiner
Persönlichkeit und seine besonderen Fähigkeiten wieder. Unser Totem wird zum Zeitpunkt unserer Geburt festgelegt und es bleibt uns das ganze Leben lang erhalten. Auch beinm Totem ist es wie beim
Krafttier: Das Totem wählt uns aus und nicht wir das Totem.
Viele Leute, die schamanisch arbeiten, kennen zwar ihr Krafttier doch sie wissen nicht, welches ihr Totem ist.
Manchmal stellt sich ein Krafttier erst später als Totem heraus. So ist es bei mir gewesen. Dies kann geschehen, wenn sich ein Mensch seiner Selbst nicht bewusst ist oder besondere Wesenszüge oder
Fähigkeiten nicht annehmen möchte. Ich habe viel Zeit benötigt, um meinen schamanischen Weg als Berufung anzuerkennen. Darum hat es auch recht lange gedauert, bis ich mein Totem als solches annehmen bzw.
erkennen konnte. Auch eine Familie, ein Clan oder ein Stamm hat ein besonderes Totem. Dies ist ein Schutzgeist für alle, die zu der Gruppe dazu gehören. Es ist aber auch ein guter Berater, wenn es um
Probleme innerhalb der Gruppe geht.
auch interessant zum Thema Totem: http://de.wikipedia.org/wiki/Totem
Wie finde ich mein persönliches Krafttier oder Totem?
Krafttierkarten: Es gibt verschiedene Krafttierkarten. Diese
Karten beschränken ihre Möglichkeiten allerdings allein dadurch, dass sie alle nur eine begrenzte Zahl von Tieren zur Verfügung stellen. Auch was die Beschreibung der Bedeutungen der einzelnen Tiere
angeht, ist das kritisch zu bewerte. Und doch liefern sie gute Hinweise. Um einen Begleiter für eine spezielle Situation zu finden, sind sie gut geeignet. Hier fehlt allerdings völlig die Möglichkeit,
direkt in Kontakt mit dem Tiergeist zu treten. Die Kommunikation findet ggf. nur einseitig statt, z.B. in Form eines Gebetes an das Krafttier oder Totem Einige Karfttierkarten: http://www.amazon.de/Krafttier-Karten-44-mit-Anleitung/dp/3936862974
Steven Farmer, 44 Karten http://www.amazon.de/Die-Kraft-Tiere-60-Krafttierkarten/dp/3937817107 Die Kraft der Tiere, Sylvia Esch, 60 Karten http://www.tarotwelten.de/kratier.htm
Susie Green, 52 Karten http://www.tarotwelten.de/kraft.htm
Karten der Kraft, Jamie Sams und David Carson http://www.tarotwelten.de/keltti.htm
Keltisches Tierorakel, Philip und Stephanie Carr-Gomm, 33 Karten
Krafttier / Totem suchen lassen: Es besteht die Möglichkeit, einen Schamanen aufzusuchen, und diesen zu bitten, sein
persönliches Krafttier oder Totem zu suchen. Auch hier ist die Möglichkeit der Kommunikation eingeschränkt. Sie kann ggf. nur über den Schamanen stattfinden, der dann Botschaften und Hinweise übermittelt.
Und doch habe ich selbst bei meinen Beratungen schon oft den Kontakt zum Krafttier eines Klieneten “vermittelt”.
Krafttier / Totem selbst suchen: Das eigene Krafttier zu finden, ist eine der elementaren Grundlagen in schamanischen Basiskursen. Das Erlernen des schamanischen Reisens in die Geisterwelt wird meistens mit der Suche nach dem eigenen Krafttier begonnen. So ist es auch in meinem Seminar “Grundlagen der schamanischen Arbeit”. Der Vorteil, das schamanische Reisen selbst zu lernen ist,
dass die Kommunikation mit dem eigenen Krafttier zu jeder Zeit und an jedem Ort stattfinden kann. Ich kenne viele, die ein Grundlagenseminar nur besuchen, um zu lernen, mit ihrem Krafttier zu
kommunizieren und es somit als Ratgeber nutzen zu können, ohne von anderen abhängig zu sein. Auch im Rahmen einer Einzelsitzung kann das schamanische Reisen unterrichtet
werden. Nicht jeder möchte sich damit im Rahmen einer Gruppe befassen. Natürlich gebe ich zu, dass ich an dieser Stelle auch Werbung für meine eigenen Seminare machen möchte. Aber unabhängig davon,
kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass es die beste Methode ist, sein Krafttier oder Totem zu finden. Es gibt auch viele andere schamanisch arbeitenden Menschen, die ihr Wissen gern weiter geben.
Welcher der richtige ist, muss jeder selbst entscheiden. Wenn Sie Interesse an einem Basiskurs oder einer Einzelsitzung bei mir haben, besuchen Sie meine Seminarseiten oder kontaktieren Sie mich.
Sich als Anfänger ohne kundige Hilfe auf die Suche zu begeben, ist nicht sinnvoll!
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