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Die Seelenrückholung

Die Seelenrückholung als schamanische Technik

Was ist ein Seelenverlust bzw. eine Seelenrückholung?
Was ist Seele?
Wie entsteht ein Seelenverlust?
Wie äußert sich ein Seelenverlust (Symptome)?
Seelenrückholung und Psychotherapie?!
Wie kann eine Seelenrückholung ablaufen?
    
1. Vorgespräch mit dem Klienten
    
2. Reise zur Informationssammlung
    
3. Seelenteil(e) suchen
    
4. Seelenteil(e) einsammeln
         Ergänzung zu 3. und 4.: Was tun bei Seelendieben?
    
5. Seelenteil(e) zurückbringen
         Seelenteile von anderen Personen
    
6. Nachbesprechung
    
7. Ausführliche Nachbereitung vom Klienten
  
8. Kleines Abschlussritual durch den Klienten

Wie kann ich selbst lernen, eine Seelenrückholung zu machen?
 

Die Seelenrückholung ist eine sehr wichtige Aufgabe für einen Schamanen.
Sie wird hier aus meiner eigenen Sicht beschrieben. Je nach Person oder Kulturkreis ist die dabei angewendete Technik mit Sicherheit nicht identisch. Wichtig ist in erster Linie, dass der Schamane eng mit seinen Verbündeten zusammen arbeitet und auf deren Ratschläge hört! Da jeder Klient ein Individuum ist, kann auch die Methode für eine Seelenrückholung immer wieder etwas anders aussehen! Auch wenn im weiteren Verlauf ein genauer Ablaufplan dargestellt ist, muss eine Seelenrückholung nicht immer genau so ablaufen. Es dient nur dazu, die einzelnen möglichen Schritte sinnvoll und verständlich zu gliedern.

Ich möchte hier in erster Linie Personen ansprechen, die nach Informationen suchen, was mit einer Seelenrückholung überhaupt gemeint ist und wie so etwas aussehen kann.
Möglicherweise, weil sie sich für das Thema Schamanismus interessieren oder jemanden suchen, der Seelenrückholungen durchführen kann.

Für die Personen, die diese Technik selber erlernen möchten, kann und darf dieser Text nur als Illustration dienen! Wirklich lernen sollten sie das nur von einem Schamanen, der damit schon viel Erfahrung hat! (Für Informationen zum Erlernen der Technik verweise ich auf das Seminar zum Thema
Extraktion und Seelenrückholung.)

Um eine Seelenrückholung einfach mal so auszuprobieren ist die Gefahr für den Klienten (und möglicherweise auch für den Ausprobierenden) viel zu groß!
Bei einer Seelenrückholung kann es beim Klienten zu sehr heftigen Reaktionen kommen. Mit diesen richtig umzugehen, erfordert viel Erfahrung, Einfühlungsvermögen und eine gute Menschenkenntnis!

An dieser Stelle möchte ich den interessierten Leser noch zur Vorsicht mahnen! Bitte nicht gleich denken: “Ach ja, solche Symptome habe ich auch”, “Oh, das kommt mir bekannt vor”, “Dann habe ich bestimmt auch einen Seelenverlust”
Nicht jeder Mensch, dem es schlecht geht, muss gleich einen Seelenverlust haben!!!

Noch eine kurze Erklärung zu Begriffen: Im Text werden häufig Krafttiere, Verbündete oder Spezialisten erwähnt. Hier handelt es sich um besondere Helfer des Schamanen in der Geisterwelt (auch Anderswelt oder “Nicht alltägliche Wirklichkeit”). Näheres im Kapitel über
Krafttiere.


Was ist ein Seelenverlust bzw. eine Seelenrückholung?

Ein Seelenverlust ist sehr schwer zu erklären.
Als erstes sei davon ausgegangen, dass der Mensch eine Seele besitzt.
Ich stelle mir dabei die Seele als Puzzle vor, das aus vielen großen und kleinen Teilen besteht. Die Aufteilung der Seele in Seelenteile ist in verschiedenen Kulturkreisen üblich. Dabei ist es belanglos, wie viele einzelne Seelenteile ein Mensch besitzt.

Im Lauf des Lebens können Ereignisse eintreten, die zur Folge haben, dass ein oder mehrere Teile des Puzzles verloren gehen. Die Seelenteile flüchten sich dann in einen Bereich der Geisterwelt, um sich dort zu schützen oder zu verstecken. In der Regel kehren sie auch von selber zurück.

Kehren die Seelenteile nicht selbst zurück, ist es die Aufgabe des Schamanen, diese zu suchen und zurück zu bringen (wie es die Aufgabe von Mama ist, dem Sprössling die unters Sofa gerutschten Puzzleteile wieder einzusammeln).

Eine andere Art des Seelenverlustes ist der Verlust einer Organseele. Dies ist ein Seelenteil, der ganz speziell für ein Organ zuständig ist.


Was ist Seele?

Bei einem Seminar zum Thema Seelenrückholung und Extraktion haben mehrere Personen diese Frage schamanisch bereist. Die Aussagen möchte ich an dieser Stelle zusammenfassen. Alle Beteiligten hatten einen ähnlichen Glaubenskontext. Werden andere Glaubenssysteme betrachtet, kann die Definition, was Seele ist, auch anders aussehen. Das Folgende soll als Anregung dienen, sich Gedanken darüber zu machen, was Seele für einen selbst bedeutet. Nicht jeder Aspekt muss im eigenen Kontext Gültigkeit haben.

   Seele ist das, was übrig bleibt, wenn ein Körper stirbt.
   Die Seele kommt ins Totenreich und kann wiedergeboren werden.
   Die Seele kann geheilt werden.
   Bei jeder schamanischen Heilarbeit ist es die Seele, die geheilt wird und die dann
       dafür sorgt, dass auch der Körper geheilt wird.
   Wenn die Seele nicht heil ist, kann der Körper nicht heil sein.
   Die Seele ist Energie.
   Jeder Geist und jede Wesenheit, die uns in der nicht alltäglichen Wirklichkeit
       begegnet, ist eine Seele.
   Jedes Wesen aus der Geisterwelt könnte als Wesen in der realen Welt
       wiedergeboren werden.
   Die Seele ist das, was lernt und sich weiter entwickelt.
   Die Seele hat alle Möglichkeiten der Erfahrung in sich.
   Die Seele ist wie ein Fluss.
   Die Seele ist mit allem verbunden.
   Die Seele ist ein Teil vom “Großen Ganzen”, vom “Großen Geist”, von “Gott”
       (je nach Glaubenssystem sind die Bezeichnungen dafür unterschiedlich).
   Die Seele möchte irgendwann zum Großen Ganzen zurück, möchte erleuchtet
       werden.
   Die Seele ist Unendlichkeit.
   Die Seele ist Licht und Wärme.


Wie entsteht ein Seelenverlust?

Ein Seelenverlust kann (!) bei jeder Art von traumatischen Ereignissen auftreten. Dieser kann sowohl langfristig als auch kurzfristig sein.

Hier nur einige Beispiele:
– ein mehr oder weniger schwerer Unfall
– eine Misshandlung (körperlich oder auch seelisch)
– schwere Operationen
– Psychoterror
– Verlust einer geliebten Person
– schwerwiegende Familienstreitigkeiten
– sehr starker Stress
– ständige Überforderung/Überbelastung

Eine andere Möglichkeit ist der Seelenraub. Dies ist eine Sache, mit der absolut nicht zu spaßen ist, und die mit aller größter Vorsicht bearbeitet werden muss!
Aber keine Panik! Das kommt äußerst selten vor!

Außerdem kann sich der Seelenverlust in der Ahnenkette manifestiert haben. Das bedeutet, dass es keine Ursachen beim Klienten direkt gibt. Der Klient hat den Seelenverlust vererbt bekommen. Dies kann sich unter Umständen schon über mehrere Generationen hinziehen. Die Aufgabe des Schamanen ist es dann, die Ahnenkette zurück zu verfolgen.


Wie äußert sich ein Seelenverlust (Symptome)?

Ein Seelenverlust kann viele verschiedenen Symptome haben:
– ein Gefühl, unvollständig zu sein
– Klient benutzt häufig die Worte “mir fehlt was”
– Kraftlosigkeit
– Antriebslosigkeit
– es kann eine Suchtproblematik bestehen, um das Fehlende zu kompensieren
– es können verschiedene psychische Probleme auftreten (von mehr oder
   weniger harmlosen Sachen wie Ängste, Minderwertigkeitskomplexe,… bis zu
   schweren Depressionen und heftigerem)
– ein Verlust der Vitalkraft
– Erinnerungen können verschwinden (bis hin zu ganzen Lebensabschnitten)
– es können Charaktereigenschaften verschwinden.
– Schlaflosigkeit
– im ganz ausgeprägten Fall kann es auch zum Koma kommen
– bei Verlust einer Organseele kann das Organ Symptome aufweisen

Die oben aufgeführten Symptome können aber auch andere Ursachen haben. Wenn ein Klient solche Symptome beschreibt, bedeutet das nicht in jedem Fall, dass ein Seelenverlust vorliegt. Für den Schamanen ist es beim Abklären der Situation (schamanische Reise) ganz wichtig, sich nicht von seinen Erwartungen leiten zu lassen. Wenn ein Seelenverlust ganz fest erwartet wird, wird mit großer Sicherheit auch keine andere Möglichkeit auftreten.

Was eine schamanische Reise ist, ist in aller Ausführlichkeit
hier nachzulesen!


Seelenrückholung und Psychotherapie?!

Eigentlich sollte man im ersten Moment annehmen, das eine verträgt sich nicht mit dem anderen. Dem ist aber absolut nicht so!
Je nach dem, wie gravierend die Probleme des Klienten sind, ist auch immer die Möglichkeit einer Psychotherapie in Betracht zu ziehen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass sich beides hervorragend ergänzt!

Es können möglicherweise schon so festgefahrene psychische Probleme vorhanden sein, dass diese allein durch eine Seelenrückholung nicht behoben werden können.

Auf der anderen Seite kann eine Seelenrückholung eine Psychotherapie sehr erfolgreich unterstützen. Im extremen Fall wird sie dadurch überhaupt erst erfolgreich möglich.

Leider ist es nicht immer sehr leicht, gute Therapeuten zu finden, die bereit sind, sich auf alternative Unterstützung einzulassen. Andererseits rate ich aber auch, das Thema Schamanismus auf jeden Fall anzusprechen. Manchmal sind die Therapeuten toleranter und offener, als man es erwartet.

Von der WHO (Weltgesundheitsorganisation) wurde dem Schamanismus 1980 für die Behandlung psychosomatischer Erkrankungen die gleiche Bedeutung zugesprochen, wie der westlichen Medizin.


Wie kann eine Seelenrückholung ablaufen?

Im folgenden beschreibe ich nur ein mögliches Beispiel für den Ablauf einer Seelenrückholung. Es bietet einen Anhaltspunkt, um sich eine bessere Vorstellung davon machen zu können. Da aber jeder Klient ganz individuell ist, kann auch eine Seelenrückholung jedes mal etwas anders aussehen.

Für einen Klienten, der keine Erfahrungen mit Schamanismus hat, ist der Vorgang sehr schwer zu erklären, weil im großen und ganzen nicht sehr viel dabei zu sehen ist. Es ist auch nicht immer sicher, dass der Klient etwas dabei spürt (auch wenn das selten vorkommt).

Hier der Ablauf in Kurzform:
1. Vorgespräch mit dem Klienten
2. Reise zur Informationssammlung
3. Seelenteil(e) suchen
4. Seelenteil(e) einsammeln
   Ergänzung zu 3. und 4.: Was tun bei Seelendieben?
5. Seelenteil(e) zurückbringen
     Seelenteile von anderen Personen
6. Nachbesprechung
7. Ausführliche Nachbereitung vom Klienten
8. Kleines Abschlussritual durch den Klienten
(Die Schritte 2-4 können ganz nach Belieben auch in einem Schritt vorgenommen werden. Das spart unter Umständen Zeit, ist aber mehr was für die Geübten!)

In den folgenden Abschnitten benutze ich den Begriff Seelenteil. Es kann aber durchaus möglich sein, dass mehrere Seelenteile zurückgebracht werden müssen. Dies ist dann natürlich zu berücksichtigen!

1. Vorgespräch mit dem Klienten

Wenn möglich, sollte der Klient zum Schamanen kommen und nicht der Schamane zum Klienten. Die Bereitschaft, diese Mühe auf sich zu nehmen und der Weg zum Schamanen sind schon eine erste Auseinandersetzung mit der Problematik. Sie signalisiert eine deutliche Bereitschaft des Klienten, sich auch wirklich helfen lassen zu wollen. Zumindest ist das meistens der Fall.

Als erstes erzählt der Klient, warum er gekommen ist. Dazu stellt der Schamane evtl. noch weitere Fragen oder bremst den Klienten möglicherweise auch, damit er nicht zu viel erzählt, was den Schamanen beeinflussen könnte.

Dem Klienten sollten einige Erklärungen gegeben werden, was der Schamane im weiteren Verlauf tun wird. Wichtig ist, ihn auch Fragen stellen zu lassen. Tut er das nicht von selber, auch nachfragen, ob alles verstanden ist.

Mit dem Klienten wird abgeklärt, welche Informationen er haben möchte. Es kann sein, dass er einiges davon gar nicht wissen möchte. Hier geht es vor allem um die Fragen aus Punkt 3.

2. Reise zur Informationssammlung

Dies ist ganz besonders wichtig. Hier wird festgestellt, ob wirklich ein Seelenverlust vorliegt oder andere Ursachen für die Probleme verantwortlich sind. In vielen Fällen haben die Schamanen einen “Spezialisten”, der nur für Seelenrückholungen zuständig ist, den sie dann zu Rate ziehen. Dieser “Spezialist” ist ein Verbündeter in der Geisterwelt.

Die Fragestellungen dabei sind:
- Liegt ein Seelenverlust vor oder hat das Problem andere Ursachen?
- Wie viele Seelenteile fehlen?
- Kann ich (der Schamane) die Seelenrückholung jetzt durchführen
  oder möglicherweise erst zu einem späteren Zeitpunkt?
- Wenn ich sie nicht selber durchführen soll, wer soll es dann tun?
- Müssen vorher noch andere Dinge erledigt werden? (Reinigung,
  Energieblockaden lösen, oder andere Dinge)
- Hat der Klient möglicherweise Seelenteile von anderen Personen?
- Wenn ja, von wem und was soll damit gemacht werden?
- Ist wichtig, warum er sie hat?

Die letzten 3 Fragen gehören zwar nicht direkt zum Thema Seelenrückholung, sind aber für die vollständige Klärung der Problematik des Klienten möglicherweise sehr wichtig.

Dies ist nur eine grobe Richtlinie. Welche Fragen letztendlich gestellt werden müssen, ist individuell verschieden und von den vorangegangenen Informationen abhängig.

3. Seelenteil(e) suchen

Auch hierbei müssen wichtige Fragen geklärt werden:
- Wie sieht der Seelenteil aus? Er kann das menschliche Aussehen des Klienten im
  entsprechenden Alter haben. Er kann aber auch andere Gestalten angenommen
  haben, wie Tiere oder Gegenstände.
- Wie erkenne ich den Seelenteil sicher als den richtigen?
- Hat das Aussehen eine bestimmte Bedeutung für den Klienten?
- Wo finde ich den Seelenteil?
- Warum ist der Seelenteil / sind die Seelenteile abhanden gekommen? Was hat den
  Seelenverlust ausgelöst?
- Wann ist der Seelenteil abhanden gekommen?

Auch dies ist nur eine grobe Richtlinie. Wenn der “Spezialist” den Schamanen selber zum Seelenteil bringt, erübrigen sich einige Fragen.

In den Fragen aus Punkt 2. und 3. können viele heikle Informationen zu Tage kommen. Hier ist es ganz wichtig, mit seinen Verbündeten zu klären, ob Informationen dabei sind, die der Klient nicht bekommen sollte. Es darf kein neues Trauma stattfinden. Der Seelenteil kann auch erfolgreich zurück gebracht werden, wenn der Klient sich nicht genau an alles erinnert.

Ein Beispiel hierfür: Beim Klienten hat im Alter von 6 Jahren ein Missbrauch stattgefunden. Die Erinnerungen daran sind verdrängt worden. Würde der Schamane diese Erinnerungen zurück bringen, könnte das für den Klienten eine so starke Belastung bedeuten, dass der Seelenteil sofort wieder verschwindet.

4. Seelenteil(e) einsammeln

Wie man den Seelenteil einsammelt, und wie man ihn dann aufbewahrt, bis man ihn zurück bringt, ist bei den einzelnen Schamanen sehr unterschiedlich. Da hat jeder seine eigene Methode.
Welche die geeignete ist, erzählt einem normalerweise der “Spezialist” oder das Krafttier.

Von manchen Schamanen wird eine größere Bergkristallspitze verwendet. Dort kommt der Seelenteil hinein, wird gereinigt und kann von dort auch gut wieder eingeblasen werden.

Der Seelenteil kann aber auch “an die Hand genommen” werden und zum Kraftplatz des Schamanen gebracht werden. Von dort kommt er dann zum Klienten. Auch andere Methoden sind denkbar.

Beim Einsammeln können (!) verschiedene Schwierigkeiten auftreten, z. B.:
- Der Seelenteil will nicht gefunden werden und versucht sich zu verstecken.
- Der Seelenteil will nicht zurückgebracht werden.
- Der Seelenteil wird in irgendeiner Form bewacht.

Kommt spontan keine eigene Lösung oder ist man sich nicht sicher, Verbündete fragen! Das ist immer besser, als sich unnötig in Gefahr zu bringen!

Solche Schwierigkeiten sind eher selten. In den meisten Fällen ist der gefundene Seelenteil froh über die Hilfe des Schamanen.

Ergänzung zu 3. und 4.
Was tun bei Seelendieben?

Es kann durchaus vorkommen, dass ein Seelenteil gestohlen wurde und/oder gefangengehalten wird. (Ein Beispiel: Der Exmann hält einen Seelenteil von seiner geschiedenen Frau fest und will diesen auch nicht frei geben, weil er die Frau nicht frei geben will.)

Um das zu lösen, gibt es mehrere Möglichkeiten:
- Reden. Fragen, warum der Seelenteil gestohlen wurde bzw. gefangen gehalten
  wird. Hilfe anbieten, um das Problem zu lösen. Evtl. auch die eigenen
  Verbündeten nach Gründen fragen.
- Seelenteil zurückklauen.
- Einen Handel vorschlagen.
- Anwendung von mehr oder minder heftiger Gewalt (wenn nichts anderes
  funktioniert hat).

Dabei ist sehr wichtig aufzupassen, dass der Seelenteil keinen Schaden nimmt.
Achtung! Je nach dem, wie gehandelt wird, könnte irgendjemand echt sauer werden.
Im Zweifelsfalle immer das Krafttier, den “Spezialisten” oder einen anderen Verbündeten um Rat fragen! Hier kann es sonst gefährlich werden!

 5. Seelenteil(e) zurückbringen

Bevor der Seelenteil dem Klienten zurück gebracht wird, sollte geklärt sein, ob damit vorher noch etwas anderes gemacht werden muss (eine spezielle Reinigung; besondere Erklärungen an den Seelenteil;…).

Der Schamane sollte darauf achten, dass er nur einen gesunden Seelenteil zurück bringt. Ist der Seelenteil krank, verletzt, abgemagert oder ähnliches, muss erst eine Heilung stattfinden.

Meistens wird dem Klienten der Seelenteil eingeblasen. Dabei nimmt der Schamane den Seelenteil direkt in die Hand oder hält die Bergkristallspitze (mit Seelenteil drin) in der Hand, hält sie über den Klienten und pustet ganz kräftig. Dabei visualisiert er (stellt sich bildlich vor), wie der Seelenteil in den Körper aufgenommen wird. Üblicherweise wird dies an zwei Stellen gemacht: oben auf dem Kopf und über dem Bauchnabel. Es gibt aber auch andere Möglichkeiten.

Beim Einblasen des Seelenteils kann es zu körperlichen Reaktionen kommen wie z. B. Gänsehaut, Zittern, schnelle Atmung oder ähnliches. Es kann auch zu starken Gefühlsausbrüchen wie starke Euphorie oder Weinen kommen. Für keine dieser Reaktionen muss ein Klient sich schämen. Im Gegenteil! Wenn sie auftreten, sind sie mit Sicherheit wichtig für den Integrationsprozess.

Seelenteile von anderen Personen

Sollte der Klient Seelenteile von anderen Personen haben, können diese auch zu Störungen des inneren Gleichgewichts führen. Dann muss herausgefunden werden, was mit diesem Seelenteil geschehen soll.
- Wie wird der Klient den Seelenteil los?
- Kann man ihn einfach zum Besitzer zurückbringen?
- Wenn ja, wer soll das tun (der Schamane, der Klient selber,…)?
- Soll er erst an einen besonderen Ort zur sicheren Aufbewahrung gebracht werden?

Seelenteile von anderen Personen zu bekommen, geht verhältnismäßig schnell. Jede engere Beziehung, die zu einem anderen Menschen aufgebaut wird, kann zu einem Austausch von Seelenteilen führen. Besonders in einer Liebesbeziehung geschieht dies oft. Aber auch aus Versehen im Vorbeigehen kann ein Seelenteil zu einer anderen Person gelangen (meistens nicht schlimm, weil der Seelenteil auch schnell wieder zurückkehrt).

Wer Erfahrungen mit schamanischem Arbeiten hat, kann immer mal wieder nachschauen, ob er Seelenteile von anderen Personen hat.

6. Nachbesprechung

Als erstes spürt der Klient mal ganz tief in sich hinein:
- Wie fühle ich mich jetzt körperlich und seelisch?
- Hat sich etwas verändert? Wenn ja, was?
- Wie hat sich das Zurückbringen angefühlt?
- Kommen irgendwelche Erinnerungen hoch?
- Hat sich die Wahrnehmung verändert (andere Farben, Gerüche,...)?
- und noch vieles mehr.

Es ist wichtig, dass der Klient jetzt eine Weile Zeit hat, das Erlebte zu verarbeiten. Wie viel Zeit er dafür haben möchte, bestimmt er selber.
Danach kann der Klient dem Schamanen darüber berichten, soweit er es erzählen möchte.

Häufig gibt es kleinere Rituale oder Handlungen, die dem Klienten bei der Integration des Seelenteils helfen. Dies können Energiearbeiten sein, ein kleiner Tanz, sich alle zwei Wochen mal besonders hübsch anzeihen, jeden Tag ein Glas Milch trinken und vieles mehr. Solche Rituale sollten kurz und alltagsfreundlich sein. Sie können als tägliche, wöchentliche oder monatliche Handlung gemacht werden. Was genau als Ritual sinnvoll ist, kann der Schamane beim Krafttier/Berater erfragen.

Der Schamane sollte darauf achten, dass sich der Klient wieder in einem “stabilen Zustand” befindet, bevor er ihn nach Hause gehen lässt.
Der Klient sollte nicht selber Auto fahren!


7. Ausführliche Nachbereitung vom Klienten
   nach der Sitzung / zu Hause
Nach einer Seelenrückholung sollte sich der Klient viel Zeit nehmen, diese sorgfältig zu verarbeiten! Das ist für eine dauerhafte Integration des Seelenteils sehr wichtig.

Manche Reaktionen auf die Seelenrückholung treten erst nach einiger Zeit auf, wenn der Klient längst wieder zu Hause ist.
Die Nachbearbeitung kann sich über mehrere Wochen hinziehen.

“In der Ruhe liegt die Kraft.”

Über die Fragen aus Punkt 6. sollte sich der Klient immer wieder Gedanken machen. Gibt es da im Lauf der Zeit Veränderungen?

In den Tagen direkt danach sollte der Klient es sich gut gehen lassen. Wenn möglich, einige Tage frei nehmen, um viel Zeit zu haben, den Seelenteil mit seinem jetzigen Leben vertraut zu machen. Wenn ein Seelenteil im Alter von 18 Jahren verloren gegangen ist und der Klient jetzt 37 ist, hat der Seelenteil einiges verpasst.

Und noch einige wichtige Fragen, über die der Klient nachdenken sollte:
- Warum ist der Seelenteil abhanden gekommen?
- Was kann ich tun, damit der Seelenteil bleibt?
- Wie muss ich mein Leben verändern, damit der Seelenteil bleibt bzw. nicht ein
  anderer abhanden kommt?
- Gibt es irgendwelche Botschaften oder Informationen, die der Seelenteil für mich hat?
- Gibt es irgendwelche Handlungen oder Rituale, die bei der Integration des
  Seelenteils helfen?

Diese Fragen kann der Klient für sich alleine klären. Dabei ist es von Vorteil, die Technik des
schamanischen Reisens zu beherrschen. Dann kann er seine Krafttiere/Verbündeten befragen oder die eigenen Seelenteile direkt anreisen.

Möchte der Klient die schamanische Reise nicht lernen, kann er auch auf seine Intuition vertrauen und tief in sich hinein spüren und hören. Dann bekommt er auch oft gute Antworten. Natürlich kann der Klient in der Nachbearbeitungsphase auch immer wieder die Hilfe des Schamanen in Anspruch nehmen, um Fragen und Unklarheiten zu klären.

8. Kleines Abschlussritual durch den Klienten

Wenn der Integrationsprozess abgeschlossen ist und alle Fragen und Unklarheiten geklärt sind, kann der Klient sich ein kleines Abschlussritual zeigen lassen (durch den Schamanen oder eigene Verbündete/Krafttiere) oder kann sich eines ausdenken.

Das kann etwas ganz kurzes sein, das nur einmal gemacht wird, kann aber auch etwas sein, das über einen längeren Zeitraum immer wieder gemacht werden sollte.

Damit wird noch einmal ganz deutlich gemacht, dass alles abgeschlossen ist und dass der Klient bereit ist, alles zu tun, damit es ihm gut geht. Der Klient zeigt damit, dass er bereit ist, die erhaltenen Ratschläge anzunehmen und in die Tat umzusetzen und unterstützt den Erfolg der Seelenrückholung.


Wie kann ich selbst lernen, eine Seelenrückholung zu machen?

Um diese schamanische Technik selbst zu erlernen, sind einige Vorkenntnisse ganz wichtig. Das schamanische Reisen, die Kommunikation mit den Krafttieren und der Umgang mit dem schamanischen Lehrer sollten gut geübt sein. Die Wahrnehmung und Deutung der Bilder in der Geisterwelt sollte zuverlässig funktionieren.

Die Durchführung einer Seelenrückholung ohne ausreichende Vorkenntnisse birgt einige Risiken. Der zurückzubringende Seelenteil muss z. B. ganz eindeutig identifiziert werden können.
Darum ist bei den ersten Übungen in dieser Technik eine fachkundige Begleitung, die in der Lage ist ggf. zu helfen wenn es nicht auf Anhieb klappt, sehr wichtig.

Ich biete selbst ein
Seminar zum Thema Seelenrückholung an. Da es gut passt, habe ich es mit dem Thema Extraktion kombiniert. Beide Techniken ergänzen sich hervorragend. Muss bei einem Klienten eine Seelenrückholung durchgeführt werden, ist auch oft vorher eine Extraktion zu machen.

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