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http://www.sternenkreis.de/vorhof/barden/lieder/yule/index.html (viele Lieder zum Julfest!!)
Noch ein schönes Jullied: Hagalaz Runedance: Das Fest der Wintersonne (ein Weihnachtslied)
Winterzeit / Julezeit
1. |: Es ist für uns eine Zeit angekommen, die bringt uns eine große Freud. :| Übers Schnee beglänzte Feld wandern wir, wandern wir
durch die weite weiße Welt.
2. |: Es schlafen Bächlein und See unterm Eise, es träumt der Wald einen tiefen Traum. :| Durch den Schnee der leise fällt, wandern wir, wandern wir
durch die weite weiße Welt.
3. |: Die Nacht der Wende ist heute – gesegnet. Er ist geboren, bringt neues Licht. :| Heute Nacht das Feuer wieder brennt, bringt das Licht, bringt das Licht,
bringt das Licht in die dunkle Welt.
4. |: Erhellt die Häuser mit Kerzen, vertreibet nur rasch die Dunkelheit. :| Denn die wilde Jagd kommt bald durch die Nacht, durch die Nacht.
Bleibt beisammen, gebt auf Euch acht!
5. |: Noch schlafen Blumen und Gras in der Erde, noch ruht der Baum sich vom wachsen aus. :| Doch schon bald das Licht für uns hat neue Kraft, neue Saat
und das Leben erneut erwacht. :|
6. wie 1.
Jasra, Dezember 2004
http://ingeb.org/spiritua/esistfur.html hier ist der komplette Originaltext des alten Sterndreherliedes aus der Schweiz
10. Verabschiedung von Gott und Göttin
11. Verabschiedung der Elemente
12. Auflösen des Kreises
Links: http://www.haeckse.de/belive/yule.php http://www.naturel.biz/wintersonnenwende_weihnachten_julfest.htm http://www.ingwaz.de/index.htm?http://www.ingwaz.de/jul.htm http://www.celtice.de/Magazin/Jahreskreis/Julfest.htm http://www.runenkunde.de/brauchtum/jul.htm http://www.laukaz.de/feste/wintersonnenwende.htm
http://www.weihnachtsstadt.de/brauchtum/laender/Norwegen.htm http://www.n-a-f.com/portal/modules.php?name=News&file=article&sid=78
http://silversseiten.de/fest-jul2.htm
Ich könnte noch einige mehr nennen...
Allgemeine Informationen zu Jul
Von einer guten Freundin habe ich eine umfangreiche Sammlung mit Informationen zum Julfest bekommen. Die nehme ich jetzt zum Anlass, doch ausführlicher darüber zu schreiben. Ich habe ihre
Aufzeichnungen teilweise original verwendet und teilweise zusammengefasst. An dieser Stelle vielen Dank!!!
Zu Jul feiert man das Ende der Dunklen Zeit, die mit der Wintersonnenwende beendet ist (auch
wenn man draußen noch nicht so viel davon sieht...). Die Wintersonnenwende findet immer um den 21. Dezember statt, also kurz vor Weihnachten. Dies ermöglicht allen, die familiäre Verpflichtungen haben oder Weihnachten einfach mögen, ihr heidnisches Fest zu feiern und es von den Weihnachtsfeierlichkeiten zu trennen. Viele Weihnachtsbräuche sind eigentlich heidnischen Ursprungs (so zum Beispiel der gute alte Weihnachtsbaum), so dass die Umstellung zu einer heidnischen Feier auf den ersten Blick nicht so groß ist. Hier gilt besonders, dass es die innere Einstellung ist, die das Julfest ausmacht.
Die Rückkehr des
Lichtes ist das bestimmende Thema zu Jul. Daher wird mit vielen Kerzen gefeiert, die sicher aufgestellt werden sollten. Sie drücken die Freude darüber aus, dass der Winter zwar noch nicht vorbei, aber eindeutig auf dem Rückzug ist. Jul ist auch die Zeit der Winterstürme, die man am liebsten im Warmen verbringt (außer man ist Reenactor und besteht darauf, wie die Wikinger zu feiern...). Die Winterstürme werden auch als Wotans Wilde Jagd bezeichnet. Dies stammt aus der heidnischen Tradition Nordeuropas, nach der zu dieser Zeit Wotan (bzw. Odin) mit seinem Heer der in den Schlachten Gefallenen übers Land reitet. Diese etwas martialische Auslegung der Winterstürme ist zwar sehr anschaulich, aber nicht jedermanns Sache und auch nicht verpflichtend. Man kann es auch als Symbol für den Höhepunkt des Winters betrachten.
Die Zeit vor Jul dient der
Vorbereitung auf das große Fest. Man backt Kekse (ach nein...) und nutzt die Abende für kleinere Zeremonien. Ich beginne meine Vorbereitungen um den ersten Dezember. Hier kommt der Julleuchter zum Einsatz. Dies ist ein Tonleuchter, der eine konische Form besitzt und nicht so einfach aufzutreiben ist (es ist übrigens kein Nazikram, auch wenn manche das behaupten...). Der Julleuchter ist innen hohl und durchbrochen gearbeitet. Oben ist er zwar geschlossen, hat aber eine Halterung für eine einzelne Kerze. In der Zeit vor Jul stellt man ein Teelicht darunter, so dass das Licht durch die Musterungen nach draußen scheint. Dies symbolisiert die noch regierende Dunkle Zeit. In der Zeit, in der das Licht brennt, sollte man keine alltäglichen Arbeiten verrichten. Es bietet sich stattdessen an, bei einer Tasse Tee und ein paar Keksen eine Ruhepause einzulegen. Man kann das Licht jeden Abend für ein paar Minuten entzünden oder auch nur an ausgewählten Tagen, dies bleibt dem einzelnen überlassen. Wer keinen Julleuchter hat, kann auch ein Windlicht nehmen.
Eine andere Sitte ist die Dekoration der Wohnung mit immergrünen Zweigen. Neben der ewig nadelnden Tanne (der Klassiker nicht nur in heidnischen Kreisen...) bieten sich Misteln, Stechpalmen und Buchsbaum an. Da wir
in einer Zeit leben, in der Weihnachten zu einer Jahreszeit verkommt, dekoriere ich meine Wohnung eher sparsam. Vor Jul kann die Wohnung aufwendiger geschmückt werden. Ein Klassiker ist der Julbaum, der dem bekannten Weihnachtsbaum zum Verwechseln ähnlich sieht (und von dem sich der Weihnachtsbaum auch herleitet). Anstelle von Engeln schmückt man ihn eher mit Äpfeln, Nüssen und Sonnensymbolen. Farbige Kugeln sind natürlich auch möglich. Echte Kerzen sind aus Sicherheitsgründen problematisch, aber die meisten Heiden finden die elektrische Variante doof, daher kann man Kerzenschmuck am Baum völlig weglassen und stattdessen das Zimmer hinreichend durch Kerzen illuminieren. Wen das ewige Genadel nervt oder wer keinen Platz für einen Baum hat, kann auf einen Tannenstrauß ausweichen oder einen Julbogen fabrizieren. Dies ist meine bevorzugte Variante (weil ich auch abgeschlagenen Tannen wenig abgewinnen kann, auch wenn sie extra für diesen Zweck gezogen werden).
Das Julfest ist der Vorläufer des Weihnachtsfestes, das die heidnischen Germanen schon gefeiert haben. Das Julfest wird auch oft Mitwinter oder Wintersonnenwende genannt. Das Julfest fällt
auf den kürzesten Tag des Jahres. Mit dem Julfest feiern Heiden das Kommen des Sommers. Nach verschiedenen Texten mittelalterlicher Schriftsteller, Juristen und Historiker, ist das Julfest eine Festperiode im
vorchristlichen Skandinavien gewesen und außerdem wohl auch ein Fruchtbarkeitsfest. “Jul”, dieser Name stammt aus vorchristlicher Zeit und heißt eigentlich “Rad”, das Symbol der Sonne. Zu früherer Zeit wurde es
durch ein brennendes strohumwickeltes Wagenrad dargestellt, das man den Berg hinunterrollen ließ in dem Glauben, dass die Felder dadurch fruchtbar werden. Soweit man aus alten Quellen nachlesen kann, wurde dabei
Bier für ein fruchtbares Jahr geopfert. Bieropfer gab es jedoch das ganze Jahr über. Die Datierung des Julfestes zwischen Dezember und Januar verdanken wir dem Mönch und Gelehrten Beda Venerabilis (673/674 bis 735).
Dem altisländischen Schriftsteller und Politiker Snorri Sturluson (1179 - 1241) zufolge wurde das heidnische Julfest im 10. Jh. mit dem fest der geburt Christi zusammengelegt.
Das Julfest dauert 12 Nächte, diese
Zeit wird entsprechend auch Zwölfnächte ("die Zwölften") genannt. Mitwinter ist der Beginn des neuen Sonnenjahres, nun werden die Tage wieder länger und die Sonne wird bald wieder mehr "Kraft"
haben. Die Zahl 12 hat damit zu tun, dass das Mondjahr mit 354 Tagen eben diese zwölf Tage kürzer ist als das Sonnenjahr. Zum Ausgleich mussten Tage dazwischen geschaltet werden. Deshalb spricht man auch von der Zeit
zwischen den Jahren, einer Zeit, die nicht so richtig zum Jahreslauf dazugehört und mit der man deshalb allerlei Magisches verbindet. Da die Arbeit ruht, ist das Julfest eine Zeit der Einkehr und des Rückblicks auf das
vergangene Jahr (Julfrieden). Raunächte heißt das Fest, weil die Menschen sich vorstellen, dass in den ’rauen Nächten’ der Julzeit der Wilde Jäger Wotan (Wode) mit seinem Totenheer durch die Lüfte zieht und Mensch und
Tiere erschreckt, dafür aber den Saaten Fruchtbarkeit bringt. Es kann gefährlich sein, nachts in dieser Zeit unterwegs zu sein, viele Volksweisheiten ranken sich um des Wodes wilde Hunde und wie man ihnen und ihrem Herrn
entgeht. Losnächte heißt das Julfest, weil man glaubt, in dieser ’heiligsten Zeit des Jahres’ könne man mittels Runenweissagung (und allerlei anderen Methoden, wie z.B. dem Blei- oder Zinngießen) in die Zukunft schauen
und erkunden, was das kommende Jahr bringt. Die Lose (Runen) wurden geworfen und gezogen, danach gedeutet. Dies ist die dunkelste Zeit des Jahres, die mit unwirschem Wetter (Regen, Schnee, Kälte ...) einhergeht. Der
mythisch gedeutete Naturvorgang dieser Zeit ist die Sonnenwende, also die längste Nacht des Jahres. Die frühen Menschen haben vermutlich geglaubt,
dass die Sonne nur durch entsprechende Rituale am nächsten Morgen wieder aufgehen würde. Die Wiedergeburt des Lichtes verheißt dann die neue Fruchtbarkeit.
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