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Jul

Die Jahreskreisfeste

Das Julfest

Jul - Wintersonnenwende - Alban Arthuan – Mitwinter


Julfest 2004 mit Fotos
Links zum Julfest
Allgemeine Informationen zu Jul
Julfest 2005 mit Fotos
Auf der Jagd: ein Gedicht zur Weihnachtszeit (von Gabi)
Julfest 2006 mit Fotos aus Stockholm
Julfest 2008
Weihnacht oder das Julfest, Gedanken zu Jul von Urkas dem Scriptor
Räucherungen für Jul
Meditation zu Jul
Rezepte für Jul

(für größere Bilder bitte die Fotos anklicken)

Julfest 2004:

Informationen, was das Julfest genau ist, und verschiedene Bräuche dazu, sind Umfangreich im Internet zu finden. Darum möchte ich mich an dieser Stelle darauf beschränken, zu beschreiben, wie wir das Julfest gefeiert haben. Beschreibungen und Anregungen für Rituale habe ich nicht  so viele gefunden.
Wir haben dieses und auch letztes Jahr in der Wohnung gefeiert. Dort ist es warm, kuschelig und Wetter unabhängig.

1. Das ziehen des Kreises:
Grade wenn mit Kindern gefeiert wird, empfiehlt es sich, den Kreis über die ganze Wohnung zu ziehen, damit Raum für freies bewegen ist. Das hat sich bei uns zumindest bewährt.

2. Die Anrufung der Elemente:
 Wir haben folgende Einteilung gewählt:
Osten – Wasser
Süden – Feuer
Westen – Erde
Norden – Luft
Es sind auch andere Zuordnungen üblich. Darum sollte vorher abgesprochen werden, nach  welcher die Anrufung gemacht werden soll.
Um mehreren die Möglichkeit zu geben, aktiv am Ritual teilzuhaben, haben wir die Aufgaben verteilt und vier verschiedene Leute haben die Elemente angerufen.  Das hat auch den weniger erfahrenen Teilnehmern die Möglichkeit gegeben, mal etwas zu übernehmen und nicht immer “nur” dabei zusehen zu müssen.

3. Die Anrufung von Gott und Göttin:
 Zuerst haben wir die Göttin als Mutter in unseren Kreis gebeten und danach den neu geborenen Gott, der das neue Licht bringt, willkommen geheißen.

4. Segnen von Brot und Wein:
Als Brot hatten wir ein normales, ganz frisch gebackenes, Brot und dazu für jeden einen Lebkuchen mit Zuckergusspentagramm.
Für den Wein hatten wir Met und einen Trunk aus Äpfeln für Kinder und Autofahrer.
   Der Lebkuchen war nach einem klassischen Rezept für Nürnberger Oblaten-
   Lebkuchen gebacken.
   Der Apfeltrunk:
   - 1 Liter Apfelsaft naturtrüb
   - 1 Liter Apfeltee mit Zimt, Ingwer und Kardamom
     (dafür 2 EL Apfelstücke,  2 EL Apfelschale und die Gewürze nach
       Geschmack gut auskochen)
   - Zusammenschütten und mit Honig süßen

Als Einstimmung für den Hauptteil der Rituals haben wir kurz noch mal erläutert, was das Julfest und die darauffolgenden Rauhnächte bedeuten.

5. Kerzen segnen:
Um das neu geborene Licht der Julnacht in das eigene Haus (die Wohnung) tragen zu können, haben wir für jeden eine  Kerze gesegnet. Dafür haben wir rot als eine der Farben des Festes gewählt. Als kleines Julgeschenk hatte ich vorher für jeden einen kleinen Kerzenständer aus Ton gebastelt. Die Form war ein Stern bzw. Pentagramm (wie auch immer man es betrachten möchte).

6. Misteln segnen:
Zu Hause hatte ich für jeden einen kleinen Strauß Misteln mit einer roten Schleife gebunden. Diese sind im Ritual  gesegnet worden. Sie werden im Haus über der Eingangstür aufgehängt und sollen vor ungebetenen Gästen schützen. Sie werden dann im nächsten Jahr im Julfeuer wieder verbrannt.
Die alten Misteln vom  letzten Jahr habe ich in einem kleinen Ritual bei mir zu Hause verbrannt, weil wir in der Wohnung natürlich kein Feuer machen konnten. Eigentlich gehört es zum Ritual dazu, sich für den gegebenen Schutz zu bedanken.

7. Meditation zum Julfest:
Von Barbara Stiller, Medusa Iseum, Fellowship of Isis

8. Kleines Jul-Orakel
Es wurden Muffins verteilt, in denen jeweils ein Zettelchen verborgen war.(In Alufolie gewickelt und nicht! mitgebacken)
Jeder hat eine kleine Botschaft gebracht, die für die Nächste Zeit bedeutend sein würde:
Gesundheit, Liebe, Geist, u.s.w.


9. Lieder singen:
Das gemeinsame singen war uns sehr wichtig. Es macht Freude, bringt Geselligkeit und verbindet.

Für größere Fotos bitte die Bilder anklicken.

Jul 2004

Der Altar

Das “Julfeuer”

Misteln und Lebkuchen

Der Julbaum, klein aber fein!

Impressionen im Schnee.
In München in der Nacht vom 19. auf den 20. Dezember 2004


http://www.sternenkreis.de/vorhof/barden/lieder/yule/index.html (viele Lieder zum Julfest!!)

Noch ein schönes Jullied: Hagalaz Runedance: Das Fest der Wintersonne (ein Weihnachtslied)

    Winterzeit / Julezeit

    1. |: Es ist für uns eine Zeit angekommen,
    die bringt uns eine große Freud. :|
    Übers Schnee beglänzte Feld wandern wir, wandern wir
    durch die weite weiße Welt.

    2. |: Es schlafen Bächlein und See unterm Eise,
    es träumt der Wald einen tiefen Traum. :|
    Durch den Schnee der leise fällt, wandern wir, wandern wir
    durch die weite weiße Welt.

    3. |: Die Nacht der Wende ist heute – gesegnet.
    Er ist geboren, bringt neues Licht. :|
    Heute Nacht das Feuer wieder brennt, bringt das Licht, bringt das Licht,
    bringt das Licht in die dunkle Welt.

    4. |: Erhellt die Häuser mit Kerzen,
    vertreibet nur rasch die Dunkelheit. :|
    Denn die wilde Jagd kommt bald durch die Nacht, durch die Nacht.
    Bleibt beisammen, gebt auf Euch acht!

    5. |: Noch schlafen Blumen und Gras in der Erde,
    noch ruht der Baum sich vom wachsen aus. :|
    Doch schon bald das Licht für uns hat neue Kraft, neue Saat
    und das Leben erneut erwacht. :|

    6. wie 1.

    Jasra, Dezember 2004

    http://ingeb.org/spiritua/esistfur.html hier ist der komplette Originaltext des alten Sterndreherliedes aus der Schweiz
     

10. Verabschiedung von Gott und Göttin

11. Verabschiedung der Elemente

12. Auflösen des Kreises



Links:
http://www.haeckse.de/belive/yule.php
http://www.naturel.biz/wintersonnenwende_weihnachten_julfest.htm
http://www.ingwaz.de/index.htm?http://www.ingwaz.de/jul.htm
http://www.celtice.de/Magazin/Jahreskreis/Julfest.htm
http://www.runenkunde.de/brauchtum/jul.htm
http://www.laukaz.de/feste/wintersonnenwende.htm
 http://www.weihnachtsstadt.de/brauchtum/laender/Norwegen.htm
http://www.n-a-f.com/portal/modules.php?name=News&file=article&sid=78
 http://silversseiten.de/fest-jul2.htm

Ich könnte noch einige mehr nennen...



Allgemeine Informationen zu Jul

Von einer guten Freundin habe ich eine umfangreiche Sammlung mit Informationen zum Julfest bekommen. Die nehme ich jetzt zum Anlass, doch ausführlicher darüber zu schreiben. Ich habe ihre Aufzeichnungen teilweise original verwendet und teilweise zusammengefasst.
An dieser Stelle vielen Dank!!!

Zu Jul feiert man das Ende der Dunklen Zeit, die mit der Wintersonnenwende beendet ist (auch wenn man draußen noch nicht so viel davon sieht...). Die Wintersonnenwende findet immer um den 21. Dezember statt, also kurz vor Weihnachten. Dies ermöglicht allen, die familiäre Verpflichtungen haben oder Weihnachten einfach mögen, ihr heidnisches Fest zu feiern und es von den Weihnachtsfeierlichkeiten zu trennen. Viele Weihnachtsbräuche sind eigentlich heidnischen Ursprungs (so zum Beispiel der gute alte Weihnachtsbaum), so dass die Umstellung zu einer heidnischen Feier auf den ersten Blick nicht so groß ist. Hier gilt besonders, dass es die innere Einstellung ist, die das Julfest ausmacht.
Die Rückkehr des Lichtes ist das bestimmende Thema zu Jul. Daher wird mit vielen Kerzen gefeiert, die sicher aufgestellt werden sollten. Sie drücken die Freude darüber aus, dass der Winter zwar noch nicht vorbei, aber eindeutig auf dem Rückzug ist. Jul ist auch die Zeit der Winterstürme, die man am liebsten im Warmen verbringt (außer man ist Reenactor und besteht darauf, wie die Wikinger zu feiern...). Die Winterstürme werden auch als Wotans  Wilde Jagd bezeichnet. Dies stammt aus der heidnischen Tradition Nordeuropas, nach der zu dieser Zeit Wotan (bzw. Odin) mit seinem Heer der in den Schlachten Gefallenen übers Land reitet. Diese etwas martialische Auslegung der Winterstürme ist zwar sehr anschaulich, aber nicht jedermanns Sache und auch nicht verpflichtend. Man kann es auch als Symbol für den Höhepunkt des Winters betrachten.
Die Zeit vor Jul dient der Vorbereitung auf das große Fest. Man backt Kekse (ach nein...) und nutzt die Abende für kleinere Zeremonien. Ich beginne meine Vorbereitungen um den ersten Dezember. Hier kommt der Julleuchter zum Einsatz. Dies ist ein Tonleuchter, der eine konische Form besitzt und nicht so einfach aufzutreiben ist (es ist übrigens kein Nazikram, auch wenn manche das behaupten...). Der Julleuchter ist innen hohl und durchbrochen gearbeitet.  Oben ist er zwar geschlossen, hat aber eine Halterung für eine einzelne Kerze. In der Zeit vor Jul stellt man ein Teelicht darunter, so dass das Licht durch die Musterungen nach draußen scheint. Dies symbolisiert die noch regierende Dunkle Zeit. In der Zeit, in der das Licht brennt, sollte man keine alltäglichen Arbeiten verrichten. Es bietet sich stattdessen an, bei einer Tasse Tee und ein paar Keksen eine Ruhepause  einzulegen. Man kann das Licht jeden Abend für ein paar Minuten entzünden oder auch nur an ausgewählten Tagen, dies bleibt dem einzelnen überlassen. Wer keinen Julleuchter hat, kann auch ein Windlicht nehmen.
Eine andere Sitte ist die Dekoration der Wohnung mit immergrünen Zweigen. Neben der ewig nadelnden Tanne (der Klassiker nicht nur in heidnischen Kreisen...) bieten sich Misteln, Stechpalmen und Buchsbaum an. Da wir in einer Zeit leben, in der Weihnachten zu einer Jahreszeit verkommt, dekoriere ich meine Wohnung eher sparsam. Vor Jul kann die Wohnung aufwendiger geschmückt werden. Ein Klassiker ist der Julbaum, der dem  bekannten Weihnachtsbaum zum Verwechseln ähnlich sieht (und von dem sich der Weihnachtsbaum auch herleitet). Anstelle von Engeln schmückt man ihn eher mit Äpfeln, Nüssen und Sonnensymbolen. Farbige Kugeln sind  natürlich auch möglich. Echte Kerzen sind aus Sicherheitsgründen problematisch, aber die meisten Heiden finden die elektrische Variante doof, daher kann man Kerzenschmuck am Baum völlig weglassen und stattdessen das Zimmer hinreichend durch Kerzen illuminieren. Wen das ewige Genadel nervt oder wer keinen Platz für einen Baum hat, kann auf einen Tannenstrauß ausweichen oder einen Julbogen fabrizieren. Dies ist meine bevorzugte Variante (weil ich auch abgeschlagenen Tannen wenig abgewinnen kann, auch wenn sie extra für diesen Zweck gezogen werden).

Das Julfest ist der Vorläufer des Weihnachtsfestes, das die heidnischen Germanen schon gefeiert haben. Das Julfest wird auch oft Mitwinter oder Wintersonnenwende genannt. Das Julfest fällt auf den kürzesten Tag des Jahres. Mit dem Julfest feiern Heiden das Kommen des Sommers.
Nach verschiedenen Texten mittelalterlicher Schriftsteller, Juristen und Historiker, ist das Julfest eine Festperiode im  vorchristlichen Skandinavien gewesen und außerdem wohl auch ein Fruchtbarkeitsfest.
“Jul”, dieser Name stammt aus vorchristlicher Zeit und heißt eigentlich “Rad”, das Symbol der Sonne. Zu früherer Zeit wurde es durch ein brennendes strohumwickeltes Wagenrad dargestellt, das man den Berg hinunterrollen ließ in dem Glauben, dass die Felder dadurch fruchtbar werden.
Soweit man aus alten Quellen nachlesen kann, wurde dabei Bier für ein fruchtbares Jahr geopfert. Bieropfer gab es jedoch das ganze Jahr über.
Die Datierung des Julfestes zwischen Dezember und Januar verdanken wir dem Mönch und Gelehrten Beda Venerabilis (673/674 bis  735). Dem altisländischen Schriftsteller und Politiker Snorri Sturluson (1179 - 1241) zufolge wurde das heidnische Julfest im 10. Jh. mit dem fest der geburt Christi zusammengelegt.

Das Julfest dauert 12  Nächte, diese Zeit wird entsprechend auch Zwölfnächte ("die Zwölften") genannt.
Mitwinter ist der Beginn des neuen Sonnenjahres, nun werden die Tage wieder länger und die Sonne wird bald wieder mehr  "Kraft" haben. Die Zahl 12 hat damit zu tun, dass das Mondjahr mit 354 Tagen eben diese zwölf Tage kürzer ist als das Sonnenjahr. Zum Ausgleich mussten Tage dazwischen geschaltet werden. Deshalb spricht  man auch von der Zeit zwischen den Jahren, einer Zeit, die nicht so richtig zum Jahreslauf dazugehört und mit der man deshalb allerlei Magisches verbindet.
Da die Arbeit ruht, ist das Julfest eine Zeit der  Einkehr und des Rückblicks auf das vergangene Jahr (Julfrieden).
Raunächte heißt das Fest, weil die Menschen sich vorstellen, dass in den ’rauen Nächten’ der Julzeit der Wilde Jäger Wotan (Wode) mit seinem  Totenheer durch die Lüfte zieht und Mensch und Tiere erschreckt, dafür aber den Saaten Fruchtbarkeit bringt. Es kann gefährlich sein, nachts in dieser Zeit unterwegs zu sein, viele Volksweisheiten ranken sich um des  Wodes wilde Hunde und wie man ihnen und ihrem Herrn entgeht.
Losnächte heißt das Julfest, weil man glaubt, in dieser ’heiligsten Zeit des Jahres’ könne man mittels Runenweissagung (und allerlei anderen Methoden,  wie z.B. dem Blei- oder Zinngießen) in die Zukunft schauen und erkunden, was das kommende Jahr bringt. Die Lose (Runen) wurden geworfen und gezogen, danach gedeutet.
Dies ist die dunkelste Zeit des Jahres, die  mit unwirschem Wetter (Regen, Schnee, Kälte ...) einhergeht. Der mythisch gedeutete Naturvorgang dieser Zeit ist die Sonnenwende, also die längste Nacht des Jahres. Die frühen Menschen haben vermutlich geglaubt, dass die Sonne nur durch entsprechende Rituale am nächsten Morgen wieder aufgehen würde. Die Wiedergeburt des Lichtes verheißt dann die neue Fruchtbarkeit.


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Julfest 2005 (Sonntag, 18.12.)

0.1. Reinigung des Hauses und des Gartens
  mit Wasser und Salz
  mit Feuer und Rauch 

0.2. Das ziehen des Kreises
Da wir viel Platz haben, werde ich die ganze Wohnung und auch den Garten mit einbeziehen.

 1. kurze Meditation zum Sammeln
  Jeder sucht sich eine bequeme Position.
“Mache fünf tiefe Atemzüge.
   Mit jedem Atemzug wirst du ruhiger und entspannter.
   Bereite dich innerlich vor, auf das was kommen wird.
   Lasse den Alltag von Dir abfallen.
   Mach Dich frei von allem, das dich ablenkt.
   Dein Geist ist klar und stark.
   Du bist ruhig und ausgeglichen.


2. Kurze Erläuterung zu Jul 

3. Die Anrufung der Elemente
   Osten – Wasser
  Süden – Feuer 
  Westen – Erde 
  Norden – Luft 
   Gesang: Earth my body, water my blood,
     air my breath and fire my spirit.

4. Die Anrufung von Gott und Göttin
Anrufung für den jungen Gott:
  Ich rufe Dich, Kind des Winters!
  Ich rufe Dich, Geliebter der Göttin!
  Ich rufe Dich, Vater der Sonne!
  Ich rufe Dich, der Du das Licht wieder in diese Welt bringst!
  Sei Gast in unserem Kreis!
  Sei willkommen!
             Kerzen anzünden

5. Das Julfest
S.: Was ist das für eine Nacht?
A.: Es ist die Nacht der Wintersonnenwende.
J.: Welche Bedeutung hat diese Nacht?
T.: Es ist ein Höhepunkt der Macht.
S.: Welches Element regiert in dieser Nacht?
A.: Heute erreicht die Dunkelheit die Grenze ihrer Macht über das Licht.
J.: Welches Element wird in dieser Nacht der Macht schwächer werden?
T.: Von dieser Nacht an wird die Dunkelheit schwächer und das Licht
  wird stärker werden.
S.: Wie erkennen wir uns selbst in dieser Nacht?
A. Wir grüßen die Mondin und freuen uns über die Dunkelheit.
J.: Wer hilft uns?
T.: Unsere Göttin hilft uns.
S.: Was ist unsere Göttin?
A. Sie ist die Kälte des Raumes, der lichtlose Schoß der Existenz,
  der Tiefste Abgrund.
J.: Wer ist unsere Göttin?
T.: Sie ist die Jungfrau des Lichts, die Greisin der Dunkelheit,
  die Mutter der Zeit.
S.: Wo ist unsere Göttin?
A. Sie ist in unseren Herzen in allen Jahreszeiten des Jahreskreises.
J.: Wer ist unsere Göttin?
T.: Siehe. Sie ist wie wir selbst.

6. Geschichte
  Es begab sich aber zu der Zeit...

(Geschichte und Wechselgespräch aus Varuna Holzapfel; Keltische Jahreskreisfeste; Smaragd)

7. Segnen von Brot und Wein

8. Kerzen segnen
  Kraft und Licht für die dunklen Tage
In den Tagen vorher habe ich für jeden einen sternförmigen Kerzenständer  aus Papier gefaltet. Dort hinein habe ich ein Glas mit einem Teelicht gestellt. Das konnte dann jeder als symbolischen Teil des Julfeuers mit einem Segen mit in sein eigenes Haus tragen. (Fotos)

9. Misteln weihen

10. Entzünden des Julfeuers
  -Verbrennen der alten Misteln
  -Verbrennen von Dingen, die man los werden möchte,
   abschließen will oder hinter sich lassen will 
  Feuerwache
In einer Feuerschale haben wir ein kleines Julfeuer auf der Terrasse angezündet. Danke für unseren Feuerwächter, der freiwillig auf den Rest des Rituals verzichtet hat! Es war wirklich kalt und ungemütlich draußen.

11. Meditation zum Julfest

12. Verabschiedung von Gott und Göttin

13. Verabschiedung der Elemente

14. Auflösen des Kreises
  Gesang: May the circle be open but unbroken;
   May the love of the Goddess be ever in your heart;
   Merry meet and merry part and merry meet again.
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Feuer und Schnee
und beides
in großer Menge


Das Julfeuer

Unser Altar

Sehr viel Schee!!!

Auf der Jagd

Auf der Jagd nach Geschenken jetzt zur Weihnachtszeit
Vergesst ihr ganz, die Liebe steht als Geschenk bereit

Auf der Jagd nach Wohlstand und Ruhm
Vergesst ihr ganz, das mit Liebe zu tun

Auf der Jagd nach viel mehr Zweisamkeit
Vergesst ihr ganz, die Liebe steht dafür bereit

Auf der Jagd nach Trost und Mitgefühl
Vergesst ihr ganz, die Liebe in diesem Gewühl

Auf der Jagd selbst nach Eurem ICH
Vergesst ihr ganz, die Liebe ist's wirklich

Auf der Jagd nach Frohsinn und Spaß
Vergesst ihr ganz, die Liebe im richtigen Maß

Auf der Jagd nach Schutz und Geborgenheit
Vergesst ihr ganz, die Liebe braucht Zeit

Gabi, “spirit of light”, 15. November 2007
Ich bedanke mich bei Gabi für die liebe Erlaubnis,
dies Gedicht hier veröffentlichen zu dürfen!

 

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Julfest 2006 in Stockholm, Schweden

Das Julfest 2006 war für mich ein ganz besonderes Ereignis. Ich  konnte nach Schweden fliegen und Jul mit Freunden in Stockholm feiern. Dort, wo wir bei einer Bekannten gewohnt haben (mit 9 Leuten und 2 Katzen in einer 3 Zimmer Wohnung), gibt es ein riesiges Naturschutzgebiet mitten in der Stadt. Dort fressen die Rehe unter den Balkonen der Hochhäuser. So etwas habe ich vorher noch nie gesehen.
Dazu eine kleine Geschichte:
Wir waren auf dem Weg zu einem alten Thingplatz, der in dem Naturschutzgebiet liegt. Da wir dort Jul feiern wollten, hatten wir mittelalterliche Kleidung angezogen. Es war kalt, dunkel und die Wege waren vereist. Es dürfte so ca. 22:00 Uhr gewesen sein. Leider ist auf dem Weg eine von uns ausgerutscht und hatte sich den Knöchel verstaucht. Was nun? Zurück laufen? Das währe relativ weit gewesen und hätte mit einem verknacksten Fuß sicher eine Stunde gedauert. Mit Schmerzen nicht wirklich lustig. “Wir könnten bei dem Haus klingeln.” “Klingeln? Bei fremden Leuten? Mitten in der Pampa?” Auch wenn es eigentlich mitten in der Stadt war, der Park ist riesig und es stehen dort nur sehr wenig Häuser. “So wie wir aussehen?”... Ich lebe in einen niederbayerischen Dorf. Undenkbar in mittelalterlicher Kleidung und in der Nacht bei fremden  Menschen zu klingeln. Aber wir waren ja in Schweden. Dort ticken die Uhren noch ganz anders. Also klingelten wir. Unsere Bekannte spricht schwedisch, was unser Glück war. Die Leute im Haus machten uns tatsächlich die Tür auf. Ich habe nur was von “Ah, Asatru” verstanden. Sie haben uns dann ein Taxi gerufen. Dem Taxifahrer zu erklären, wo er hin fahren soll, um uns einzusammeln, war schwieriger, als den Leuten im Haus unser Problem zu erklären.
Was mich am meisten gewundert hat, ist, dass die Leute in dem Haus, wo wir geklingelt haben, nicht mal wirklich erstaunt geschaut haben, als sie uns  sahen. Als ob mittelalterlich gekleidete Menschen, die auf einem alten Thingplatz Jul feiern wollen dort täglich vorbei kommen. Das ist Schweden...
Leider mussten wir das Ritual dann um einen Tag  verschieben und haben in der Wohnung gefeiert, weil der Weg zum Thingplatz zu weit gewesen währe.

Sehr gewöhnen musste ich mich an die Tatsache, dass der Sonnenuntergang ca. um 16:00 war. Und  danach war es dunkel und das bis zum nächsten Morgen um 9:00. Auch Museen haben im Winter schon ab 16:00 geschlossen. Dafür haben sehr viele Geschäfte bis 22:00 auf.
Die Menschen in Schweden beleuchten in der Weihnachtszeit alles, was sie nur beleuchten können. Damit schaffen sie einen kleinen Ausgleich zu der frühen Dunkelheit. Auch diese üppige Weihnachtsbeleuchtung war sehr gewöhnungsbedürftig.
Insgesamt war die Reise ein wundervolles Erlebnis!!!
 

Kleine Impressionen von Jul 2006 in Stockholm

Ein Elch, leider nur im Zoo

Freilichtmuseum und Zoo: Scansen in Stockholm

Essen! Eine der wichtigsten Beschäftigungen zu Jul in Schweden.

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Julfest / Weihnachten 2008

Mitten in Stockholm!!

Flink wuselt es am Morgen des 1. Weihnachtstages durch die Bäume, auf der Suche nach vergrabenen Nüssen.

Der Baum mit den Geschenken bei meinen Eltern

Der folgende Text wurde mir von einem guten Freund zur Verfügung gestellt.
Vielen lieben Dank an Urkas den Scriptor für diese schönen Gedanken zur Julzeit.
http://www.der-scriptor.de/

Weihnacht oder das Julfest

Ich weiß gar nicht ob es Erinnerungen sind, oder irgendwelche anderen Gedanken die mir durch den Kopf sausen. Es sind Bilder vor meinem geistigen Auge, die sich aufgedrängt haben.
Ich bin ein kleiner Junge und stehe im Wohnzimmer meiner Oma. Es ist Weihnachten oder Silvester, ich weiß es nicht genau. Oma fegt den Ofen aus und ich stehe mit einem Fragezeichen im Gesicht daneben. „Das gehört sich so“, höre ich sie sagen und sie ergänzt: „…es ist ja Weihnachten. Der Ofen wird erst heut Abend wieder angezündet.“ Sie hat zu Weihnachten die ganze Wohnung geputzt, und das mit dem Ofen gehörte an diesem Tag auch dazu. Und jetzt ich bin mir sicher, es ist Weihnachten! In meiner Erinnerung hatte das eine ganz besondere Bedeutung. Zu Weihnachten musste der Ofen ausgekehrt werden und durfte erst abends wieder entfacht werden.
Weihnachten, die geweihte Nacht. Im Gotisch des Bischof Wulfila (um 350) gibt es das Wort weihnai (geheiligt) und naht (Nacht) und später das althochdeutsche wihinaht, die geweihte Nacht. Irgendjemand hat bestimmt, dass Jesus an diesem Tag geboren worden sein soll, am 25. Dezember. Wulfila wird es besser gewusst haben. Er war Bischof, und er war Gote. Er war viel gereist und ein Gelehrter. Er muss Visionär gewesen sein, warum sonst sollte er seinem Volk eine eigene Schrift schenken wollen? Er kannte die lateinische Schrift, das griechische Alphabet und die Runen. Er kannte sein Volk und deren Bräuche – und auch die der völkischen Nachbarn. Bräuche, die nicht viel gemein hatten mit dem Christentum das er predigte.
Die Germanenstämme huldigten Wotan. Uuodan heißt es in den Sprachdenkmälern. Tyr, bzw. Ziu gab es, Frija und noch viele andere.
Die Bräuche der Sippen und Stämme kannte er nur zu gut. Opferfeste, Sonnenwend- und Mondrituale. Weihnacht, die geweihte, die heilige Nacht war so ein Festtag. Der kürzezte Tag im Jahr.
Die Sippen richteten ihr Haus und Hof her, reinigten sich und ihre Habe und kehrten auch die Herdstelle aus. Auf der Herdstelle oder sogar dem Dorfplatz wurde dann Holz für ein neues Feuer geschichtet.

Die Wintersonnenwende ist nicht nur der kürzeste Tag im Jahr, sie ist auch der Anfang der Rauhnächte. Für die Menschen begann eine karge Zeit, in der es galt die Vorräte einzuteilen und die Zeit zu überbrücken bis die Tage wieder wärmer werden würden. Eine Zeit um zusammenzurücken. Der Tag der Wintersonnenwende war ein Tag der Familie, der Sippe und der Gemeinschaft. Eine Gemeinschaft die sich in der harten Zeit des Winters festigte, indem sie teilte.

Nach Einbruch der Dunkelheit wurden die letzten Lichter gelöscht und die Gemeinschaft fand sich zusammen um die Sonnenwende zu feiern. Das Licht, die Sonne, würde nach dieser Nacht wiedergeboren werden. Der Sieg des Lichtes über die Dunkelheit. Die Tage würden wieder länger werden.
Ein auserkorenes Mitglied der Sippe entfachte das Feuer und ein brennendes Scheit oder eine Kerze wurde von Mensch zu Mensch, von Tür zu Tür weitergereicht. Der Sieg des Lichtes über die Dunkelheit. Wer noch genug Vorräte hatte, teilte diese mit seinem Nächsten. Es mochten Äpfel sein oder ein in der frühe gebackenes Brot oder Gebäck, vielleicht eine Decke oder ein wärmendes Fell.

Und ich bin wieder ein kleiner Junge im Wohnzimmer meiner Oma und sehe zu, wie sie den Ofen auskehrt. Ich werde auch dieses Jahr wieder ein Licht zu meinen Nächsten bringen.

( c) Urkas, 16.11.2013

 

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